Ziele für 2010
"Als persönliches Ziel" für das neue Jahr hat sich Bürgermeister Heiner Thölke die Errichtung eines Pflegeheimes in Visbek gesetzt. Dazu sollen im ersten Quartal 2010 Gespräche mit möglichen Betreibern geführt werden, so dass im kommenden Jahr noch der Grundstein gelegt werden kann. Positiv bewertet Thölke in seinem Ausblick auch erste "zaghafte Signale" aus Hannover im Zusammenhang mit der Sanierung der Schneiderkruger Straße. In die Sache komme Bewegung. Eine Realisierung gelinge vermutlich nur "unter Beteiligung der Gemeinde Visbek", schätzt er, aber "immerhin". Für das neue Jahr müsse die Gemeinde Visbek den Gürtel vermutlich etwas enger schnallen. Die finanziellen Spielräume würden kleiner, allerdings sei man auch ein wenig verwöhnt nach den Gewerbesteuereinnahmen der vergangenen Jahre. Doch die Gemeinde habe ihre Schulden getilgt, und die Visbeker Unternehmen seien gut aufgestellt. Deshalb brauche man den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Als große Projekte werden die Dorferneuerung in Visbek und Rechterfeld die Gemeinde weiter beschäftigen. Auch die Familienförderung, in die mit Personalkosten 300.000 Euro gesteckt worden seien, werde weiter laufen. "Wer dass anfasst, muss sich mit mir anlegen", so Thölke. Die starke Nachfrage habe gezeigt, dass es auch in der Gemeinde Visbek schwierige soziale Verhältnisse gebe. Umso mehr freue ihn, dass die Lohner Tafel im Visbeker Haus der Familie eine Ausgabestelle eingerichtet habe. Als "gut angelegt" bezeichnet Thölke die Investitionen aus dem Konjunkturprogramm II, die zu einem Großteil in die Schulen geflossen seien. Die Erweiterung des Visbeker Feuerwehrhauses sei auf den Weg gebracht worden. Besonders gefreut habe ihn, dass es mit Werner Hitz wieder einen Ehrenbürger in Visbek gebe, den fünften bisher. Von der Bevölkerung gut angenommen worden seien die kulturellen Veranstaltungen. Auch für 2010 seien viele geplant. Er freue sich schon auf den Besuch von Pfarrer i. R. Christian Führer, so Thölke. Führer war Gemeindepfarrer der Nikolaikirche in Leipzig, in der seit 1982 bis zur Wende wöchentlich Friedensgebete stattfanden.
(Auszug aus der OV vom 29.12.2009)
