"turteltaub" mit Pe Werner im Rathaus 04.10.2012

Pe Werner

Der Kulturkreis Visbek hatte am Donnerstag, 04. November 2012, die Entertainerin Pe Werner, begleitet von Peter Grabinger am Flügel, dem Geiger Adam Zolynski und dem Cellisten Martin Benz, zu Gast im Rathaus.
Im vollen Ratssaal machte die Wahlkölnerin den stellvertretenden Bürgermeister Sascha Kotschofsky nach seinen eigenen Worten sprachlos. Wer Pe Werner nur mit dem berühmt-berüchtigten „Kribbeln im Bauch“ verbindet und sie noch nie live und in Farbe erlebte, der hat zweifelsohne etwas verpasst. Das anwesende Publikum verpasste jedoch nichts.
Eine bunte Mischung aus berührenden Liedern, Chansons, Pop, Jazz und Klassik begeisterte die Zuhörer. Gewürzt mit frechen Kommentaren, feinen Provokationen und teilweise lasziver Körpersprache überraschte sie wohl auch die meisten Anwesenden.
Dabei lachte sie gleich zu Beginn kräftig über sich selbst und ihre üppigen Formen mit dem Lied „Vollmondgesicht“. Überhaupt hatte es der Mond der Künstlerin offenbar sehr angetan. Mal war „Der Mond in ihren Augen“, dann hatte sie einen „Rosa Mond“ und schließlich war auch noch „Der Mond aus Papier“.
Nur „Wöstendöllen“ hatte es ihr noch mehr angetan. Sie hat bei der Anreise wohl ihre erste Bekanntschaft mit der Visbeker Bauerschaft gemacht, und der Name ließ sie den ganzen Abend nicht in Ruh.
Mal laut, mal leise, mal derb, mal fein, mal grob, mal empathisch wechselte Pe Werner perfekt, notfalls im Sekundentakt, den Ausdruck, die Sprache ihrer Lieder und ihre Stimme. Das war für sich schon spektakulär und wurde gemeinsam mit den Gesten und der Mimik zu einer Art „großem Kino“.
Kurz vor der Pause zeigte der Geiger Adam Zolynski mit einer Klassik-Einlage einmal mehr seine virtuose Beherrschung des Instrumentes und erntete stehenden Applaus.
In der Pause konnte sich das Publikum, wie immer, mit Kanapees und leckeren Getränken verwöhnen lassen.
Im zweiten Teil gab Martin Benz nicht nur gemeinsam mit Pe Werner zu Udo Lindenbergs „Cello“ sein Bestes, sondern hatte auch die Gelegenheit, sein Können in einem Klassik-Solo unter Beweis zu stellen.
Der Pianist Peter Grabinger brillierte den ganzen Abend und ließ sich auch die Gelegenheit zum Kuss, der sich vor ihm auf dem Flügel räkelnden Chanteuse, nicht nehmen.
Sanftweichen Balladen folgen Liedern voller Swing und Pfiff, die Show wird zu einer Achterbahn der Gefühle. Denn egal was Pe Werner auch singt - sie singt sich irgendwie immer unter die Haut. Ihre Stimme ist auf der Tonleiter einfach zu Hause und von unglaublicher Ausdruckskraft und Wandlungsfähigkeit.
In ihrer Zugabe war es dann soweit: „Dieses Kribbeln im Bauch, dass du niemals vergisst, wie wenn Du zu viel Brausestäbchen isst“ hatte alle Besucher ausnahmslos erfasst und wohl auch auf dem Nachhauseweg begleitet.