Konzert des italienischen Chores "Quodlibet" 06.07.2014

Der italienische Chor "Quodlibet" in der Pfarrkirche St. Vitus
Text und Bild: Gerd Lauer

-Absoluter Höhepunkt im Kulturprogramm der Gemeinde-
Italienischer Chor „Quodlibet“ reißt Zuhörer in St. Vitus Visbek von den Kirchenbänken

Minuten lang brach sich am Sonntagabend, 6. Juli 2014, der Beifall im Gewölbe der katholischen Pfarrkirche St. Vitus in Visbek. Die Zuhörer hielt es nicht mehr auf den Kirchenbänken. Mit „standing ovations“ dankten sie dem toskanischen Chor „Quodlibet“ für seine ausgezeichnete Darbietung. Und der zeigte nach einem fast zweistündigen Konzert mit ausschließlich geistlichem Gesang, dass er auch weltliche Lieder perfekt intonieren kann. Sicherheitshalber hatte sich Dirigent und Maestro Gianni Franceschi zuvor bei Pfarrer Hermann Josef Lücker das Okay dazu geholt.
Nicht nur für den Beifall, sondern vor allem für die Liedvorträge, die von Giovanna Riboli an der Orgel begleitet wurden, bot der hohe Kirchenraum eine perfekte Kulisse. Neben präzisen Einsätzen wusste der italienische Chor auch mit außerordentlich brillanten Stimmen in allen Tonlagen zu überzeugen. Erstaunlich war zudem das exakte Zusammenspiel von Sängern und Orgel. Das kann angesichts der Tatsache, dass die Organistin den Chor nicht hört und über einen kleinen Spiegel den Dirigenten quer durch das Kirchenschiff beobachten muss, als äußerst gelungen bezeichnet werden.
Zur Überraschung der Zuhörer veränderten die zehn Männer und 15 Frauen nach Liedern wie Giacomo Carissimis „Ave verum corpus“ oder Alessandro Scarlattis „Exsultate Deo“ ihre Position und verteilten sich im gesamten Kirchenschiff. Der gregorianische Wechselgesang erweckte den Anschein, als seien Glocken zu hören. Nahtlos wechselte der Chor auf den Orgelboden, um von oben Johann Pachelbels „Magnificat“ und drei Motetten von Edward Elgar zu singen. Den Schlusspunkt setzte „Stabat Mater“ von Josef Gabriel Rheinsberger, dann wieder auf den Stufen vor dem Altar.
Als der Minuten dauernde Beifall abgeebbt war, versicherte ein beeindruckter stellvertretender Bürgermeister Sascha Kotschofsky, dass dieses hochklassige Chorkonzert „ein absoluter Höhepunkt“ im Visbeker Kulturprogramm gewesen sei, und er dankte dem veranstaltenden Kulturkreis Visbek sowie Erika und Gerhard Lauer, die den Chor im vergangenen Jahr in San Casciano gehört und das Konzert vermittelt hatten. „Kommen Sie bitte bald wieder“, appellierte Kotschofsky an die Gäste aus Italien. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen im Pfarrheim, bei dem der Chor ganz spontan weitere Lieder anstimmte, wurden die ersten Pläne dafür besprochen.