Plattdeutscher Erste-Hilfe-Kurs bei den Maltesern in Visbek

Erste Hilfe Erwachsene
Foto (Erwin Stubbe): Nach der Theorie die Praxis: MHD-Ausbilder Jan Gelhaus demonstriert, wie die stabile Seitenlage funktioniert.

30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen können Leben retten
Anderen Menschen beizubringen, wie in Notfällen zu helfen ist – auch dies gehört zu den Angeboten des Malteser Hilfsdienstes (MHD) in Visbek. In einem plattdeutschen Erste-Hilfe-Auffrischungskurs der „Visbeker Warkstäe“ zeigte kürzlich (09. März) Jan Gelhaus, Ausbilder für Erste Hilfe, was zu tun ist, „wenn ein‘ vermalört“ ist.

Der Schwerpunkt lag in der Vermittlung von einfachen und lebensrettenden Hilfsmaßnahmen – vom Absetzen des Notrufs,  über die stabile Seitenlage, bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Einsatz eines Ersthelfer-Defibrillators. Besonders die Erstversorgung bei einem Herzstillstand sei in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung, da der plötzliche Herztod in Deutschland nach wie vor die Todesursache Nummer eins außerhalb von Krankenhäusern sei.

„30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen im Wechsel durchgeführt können ein Leben retten“, so der MHD-Ausbilder. Im Falle eines Herzversagens, aber auch in allen anderen Notfällen gelte: „Das schlimmste ist, nichts zu tun.“ Auch brauche man keine Scheu vor der Nutzung eines „Defis“ haben, da die Bedienung kinderleicht sei. Die Geräte seien so konzipiert, dass durch Sprachanweisungen alle Arbeitsschritte exakt angesagt würden.

Abschließend appellierte Jan Gelhaus an die Ersthelfer, sich – trotz moderner Navigationstechnik in den Rettungswagen – bei einem Notfall an der Straße bemerkbar zu machen, damit der Rettungsdienst den Notfallort auch schnell finden könne. Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe bedankte sich beim MHD-Mitarbeiter mit einem Präsent für die Durchführung des Auffrischungskurses.