Visbeker Warkstäe för Plattdütsch mit buntem Programm

Aktivitaeten Warkstae
Erwin Stubbe, Gerbert Schmedes, Maria Schmunkamp, Manfred Gelhaus, Andrea Kühling, Loretta Schlömer, Sabine Langfermann, Marius Muhle, Alfred Kuhlmann

Plattdeutsch als Teil der eigenen Identität bewahren
Seit 2012 ist Erwin Stubbe Plattdeutschbeauftragter der Gemeinde Visbek und setzt sich für den Erhalt der plattdeutschen Sprache ein. Zusammen mit neun weiteren Personen bildet er das Organisationsteam der „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“.

Auch Manfred Gelhaus, als Heimatvorsitzender und Alfred Kuhlmann als Hauptamtsleiter der Gemeinde Visbek unterstützen die Arbeit der Visbeker Warkstäe.

Der Verein organisiert verschiedene Veranstaltungen und spricht damit sowohl Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene an. Der Terminkalender ist für die nächsten Monate wieder prall gefüllt: Plattdütsche Maiandacht, Boulen up Platt, Eierste Hülpe up Platt und Ferienpassaktionen für Schüler sind nur einige von vielen.

Besonders beliebt sind die Klönabende „Doräöwer laot us doch maol schnacken“. Sieben Mal im Jahr bietet die Visbeker Warkstäe diese Abende an, die immer gut besucht sind. Jeder Abend ist einem bestimmten Thema gewidmet. Der nächste Klönabend ist am 25. April um 19.30 Uhr im Gasthaus Dieckhaus. Margret Emke möchte dann mit den Gästen über „Gauet Benähmen is richtiget Benähmen“ sprechen. Danach wird zum Beispiel der Dackelclub aus Visbek anwesend sein und von seinen Tätigkeiten berichten.

Regelmäßig treffen sich die Köpfe der Visbeker Warkstäe um neue Veranstaltungen zu planen und darüber zu sprechen, wie die plattdeutsche Sprache auch zukünftig ein Teil des Lebens in der Gemeinde sein kann.

„Ich habe von Kind an plattdeutsch gesprochen und für mich ist diese Sprache ein Teil meiner Identität“, erklärt der 19-jährige Marius Muhle den Grund für seine Teilnahme an der Visbeker Warkstäe. Zusammen mit dem 25-jährigen Hendrik Bramlage zählt er zu den jüngsten Mitgliedern. „Ich bin stolz darauf, so junge Leute in unserem Team zu haben“, freut sich Erwin Stubbe. Grund dafür, dass sich auch Jüngere für die Visbeker Warkstäe und ihre Aktivitäten interessieren, seien die vielfältigen Themen, sind sich alle einig.

Ziel der Visbeker Warkstäe sei es, vor allem den Kindern und Jugendlichen die plattdeutsche Sprache näherzubringen. „Am besten kann man die Sprache von denjenigen lernen, die sie schon immer gesprochen haben“, so Stubbe. In Kooperation mit der Gerbertschule in Visbek findet deshalb am 29. April ein Bastelnachmittag für Groß und Klein statt. „Wi schnitzt us ‘ne Flaitpiepen“ lautet das Motto dieser generationsverbindenden Aktion.

Besonders wichtig für die Mitglieder der Visbeker Warkstäe ist es, die Kindergärten und Schulen zu unterstützen. Sie wollen dazu beitragen, dass die Kinder die plattdeutsche Sprache spielerisch lernen. Deshalb arbeitet die Gruppe derzeit an neuen Methoden, dies umzusetzen.

 

Text und Bild: Verena Varnhorn