St. Vitus Racing-Team berichtet vom Motorradfrühstück

St. Vitus Racing-Team berichtet vom Motorradfrühstück

Klönrunde der „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“ fand Dienstag bei Dieckhaus statt

Knatternde Maschinen standen im Mittelpunkt bei der jüngsten Klönrunde der „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“ am Dienstag, 29. August, im Gasthaus Dieckhaus in Visbek. Vor Ort plauderten einige Mitglieder des St. Vitus Racing-Teams aus Visbek über das Motorradfrühstück, das sie in diesem Jahr nach 28 Jahren zum letzten Mal veranstaltet haben.

Martina und Martin Kallage, Anne Hannöver, Georg Janßen und Manfred bei der Hake standen den Zuhörern Rede und Antwort. Dabei ging es in gemütlicher Runde – und natürlich „up Platt“ – beispielsweise um die Entstehung des Motorradfrühstücks. Nach dem Besuch eines Italo-Treffens vor fast 30 Jahren hatten sich die Mitglieder des Racing-Teams überlegt, ihr eigenes Motorradfrühstück zu organisieren. Neben Italo-Fahrern luden die Visbeker auch BMW-Boxer ein, da sie in ihren Reihen einige hatten. In Theresia Janßen fanden sie die optimale Partnerin, um ein familiäres Treffen zu organisieren. Die „gute Seele“ backte in einigen Jahren bis zu 20 Omastuten. Außerdem haben viele andere Eltern selbstgebackenen Stuten und Kuchen von der beliebten Donauwelle bis zur Nussecke beigesteuert. Während am Anfang 150 Fahrer zu den Treffen kamen, waren es zuletzt bis zu 1200, die es sich in Visbek gut gehen ließen.

Der Name „St. Vitus Racing-Team“ hat sich eher zufällig ergeben: Weil die Schraubwerkstatt der Mitglieder nahe der katholischen Kirche liegt, hieß es ab und an „Lass uns doch mal ein paar Runden um die Kirche drehen“. Auf der Hochzeit eines Team-Mitglieds wurde der Name dann manifestiert: Die Tischkarte wies die Motorradliebhaber als „St. Vitus Racing-Team aus.

Den Erlös des Motorradfrühstücks spendeten die Organisatoren immer für den guten Zweck, beispielsweise an den Verein für krebskranke Kinder, an das Kinderhospiz Löwenherz in Syke oder an Visbeker Organisationen. Das Event aufzugeben, erfüllt die Motorradfreunde mit Wehmut, wie deutlich wurde. Doch sie haben dafür mehrere Gründe: Zum einen verstarb Theresia Janßen vor zwei Jahren, zum anderen wird es am Veranstaltungsort an der Schulstraße bauliche Veränderungen geben. Außerdem gebe es mittlerweile etliche überregionale Treffen nach dem Visbeker Vorbild.

Die Freude am Motorradfahren ist dem Racing-Team aber geblieben. Wind, Wetter Fahrgenuss mit Bedacht und die Liebe zum Motorrad: All das sind für die Freunde Gründe, gerne mit den Maschinen unterwegs zu sein. Generell raten sie jedem, ein Fahrtraining zu absolvieren, um schwierige Situationen besser meistern zu können. Ob man eine Maschine am Sound erkennen könne, wollte ein Zuhörer wissen: Prinzipiell schon, aber man müsse sich genau konzentrieren – und selbst dann liege man oft falsch.

Die nächste Klönrunde am 24. Oktober findet beim Heimatverein an der Rechterfelder Straße 1 statt. Der Heimatverein berichtet dann über die Ausgrabungen und archäologischen Funde in Visbek. 


Visbeker Warkstäe
Foto: Gemeinde Visbek (Alfred Kuhlmann) Informierte Interessierte über das Motorradfrühstück in Visbek – das Racing-Team St. Vitus. Visbeks Plattdeutschbeauftragter Erwin Stubbe (3. v. r.) überreichte ein Präsent.