Gemeinde Visbek plant Kindergartenneubau in Rechterfeld

Einrichtung soll bei der Grundschule am Frillings Esch errichtet werden

Kindergartenneubau
Entwurf für den Neubau: So könnte der Kindergarten aussehen. Grafik: Architekturbüro Pölking & Theilen

Die Katholische Kirchengemeinde St. Vitus Visbek und die Gemeindeverwaltung Visbek sprechen sich für den Neubau des Kindergartens St. Antonius in Rechterfeld aus. In der Einrichtung, die hinter der Grundschule und der Sporthalle am Frillings Esch entstehen soll, sollen eine Krippen- und drei Kindergartengruppen untergebracht werden. Ob das Vorhaben umgesetzt werden kann, müssen die politischen Gremien in Visbek entscheiden. Das Thema rückt erstmals am Dienstag (12. September) auf die Tagesordnung des Familien-, Schul- und Kulturausschusses.

Der Kirchenausschuss habe lange über den Neubau diskutiert, sagt Pfarrer Hermann Josef Lücker. Letztlich habe man sich aber dafür entschieden, „weil wir der Meinung sind, dass wir Verantwortung übernehmen müssen“, sagt der Pfarrer. „Ich freue mich, dass nach einigen Vorgesprächen die Kirchengemeinde den Antrag für den Neubau gestellt hat“, sagt Visbeks Bürgermeister Gerd Meyer.

Für den Neubau führt die Kirchengemeinde vor allem zwei Gründe an. Zum einen sei eine Sanierung des Kindergartens in Bonrechtern nicht mehr wirtschaftlich. Das Gebäude wurde bereits 1952 als Schule errichtet und dient seit 1971 als Kindergarten. Zum anderen soll der Kindergarten fit für die Zukunft gemacht werden. Die Kirchengemeinde und die Gemeindeverwaltung gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in den nächsten Jahren steigen wird – umso mehr, sollte die Betreuung beitragsfrei werden. Darüber hinaus bestehe durch vier Gruppen die Möglichkeit, den Anforderungen von Integrationsgruppen gerecht zu werden, hebt Amtsleiter Gerd Brengelmann hervor.

Eine wichtige Rolle spielt der neue Standort des Kindergartens bei der Grundschule am Frillings Esch. „Gesamtpolitisch und gesamtgesellschaftlich betrachtet, ist das ein schönes Ensemble“, sagt Pfarrer Lücker auch mit Blick auf die Nähe zur Kirche und zum Pfarrheim. Die zentrale Lage im Ortskern ermögliche kurze Wege für die meisten Eltern und Kinder.

Deshalb werten Bürgermeister Meyer und Pfarrer Lücker den Neubau als „Projekt für die Zukunft Rechterfelds“. „Wir dürfen nicht vom Ist-Zustand ausgehen. Wir wollen, dass Rechterfeld sich entwickelt“, sagt Pfarrer Lücker. „Der Neubau ist ein großer Gewinn für das Kirchdorf Rechterfeld, auch wenn es schade für Bonrechtern ist“, fügt Gerd Meyer hinzu. Der Ausbau des Betreuungsangebotes erhöhe die Lebensqualität, sei ein Teil der Daseinsvorsorge und unterstütze die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus sei ein gut ausgebautes Betreuungsangebot auch ein wichtiger Faktor, um Fachkräfte dauerhaft in die Gemeinde zu holen – ganz im Sinne der Einpendleroffensive. Der Kindergarten sichere zudem auch in Zukunft die Wertevermittlung.

Die Gesamtkosten für den Neubau betragen voraussichtlich 1,94 Millionen Euro. Vom Land Niedersachsen ist eventuell ein Zuschuss in Höhe von 180.000 Euro möglich. Das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta würde sich mit 176.000 Euro beteiligen. Die Gemeinde würde die übrigen Kosten von 1,584 Millionen Euro tragen. Angedacht sind neben den vier Gruppenräumen Büroräume, Sanitäranlagen, eine Küche, ein Bewegungsraum sowie im Außenbereich Spielflächen und Parkplätze.