Interkultureller Nachmittag zeigt: „Vielfalt verbindet“

Hunderte Besucher beim Fest rund um den Klosterplatz in Visbek

Besucher
Gut Besucht: Viele Bürgerinnen und Bürger fanden am 10. September 2017 den Weg zum Klosterplatz. Foto: Niehaus

Der Interkulturelle Nachmittag am Sonntag (10. September 2017) in Visbek war ein voller Erfolg. „Ich bin sehr begeistert über das Zusammenwirken der sozialen Einrichtungen rund um den Klosterplatz“, sagte Visbeks Familienbeauftragter Wolfgang Niehaus. Einige hundert Besucher fanden sich am Sonntag bei der Pfarrkirche St. Vitus ein, um unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ den Interkulturellen Nachmittag zu feiern.

Wolfgang Niehaus freute sich, dass so viele Gäste unterschiedlicher Herkunft das Angebot annahmen. Er hob hervor: „Die Aktion war gelungen, weil das gemeinsame Bemühen um die Integration sehr wertschätzend war.“ Die Organisatoren hatten im Vorfeld Flyer in fünf verschiedenen Sprachen verteilt, um möglichst viele Menschen ausländischer Herkunft anzusprechen. Die vielen Besucher seien ein Zeichen dafür, dass sich die Integrationsbemühungen gelohnt hätten, sagte Gudrun Hohnhorst, die bis Ende August die Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde Visbek war.

Für einen Höhepunkt sorgte der Kinderchor der katholischen Kirchengemeinde. Die jungen Sängerinnen und Sänger trugen das Lied „Bruder Jakob“ vor – und zwar auf Deutsch, Türkisch, Plattdeutsch und Polnisch. Auch der Theatersketch der Grundschule Erlte/Hagstedt kam sehr gut an. Ein laut Niehaus „richtig spannendes Projekt“ ist die Bilderausstellung der Schülerinnen und Schüler aller Visbeker Schulen, die bis einschließlich Donnerstag in der Pfarrkirche zu sehen ist. Die Kinder und Jugendlichen haben Bilder zum Thema „Vielfalt“ gestaltet. Zudem wurde eine Kirchenführung in deutscher und polnischer Sprache angeboten. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Irish-Folk-Band „Lavender’s Blue“ aus Münster.

Stärken konnten sich die Gäste am Kuchenbüfett beim Nähcafé. Dafür hatten die Eltern der Kindergartenkinder mehr als 50 Kuchen gebacken. Eine Alternative war die vom Nähcafé organisierte Suppenküche. Dafür hatten einige Frauen ländertypische Suppen aus Russland, der Türkei, Dänemark und Albanien gekocht. Der Erlös der beiden Angebote geht an den Familienfonds „Familien in Not“.

Organisiert hatten das Programm Akteure verschiedener Visbeker Einrichtungen. Neben dem Haus der Familie gehörten dazu das Nähcafé, der Jugendtreff, die Grundschulen Visbek, Erlte/Hagstedt und Rechterfeld sowie die Oberschule Benedikt-Schule, die Bücherei St. Benedikt und die Flüchtlingshilfe. Auf dem Fest halfen zudem die Mädchengruppen der katholischen Kirchengemeinde bei der Bewirtung und der Jugendtreff sorgte mit dem Rockmobil für die Technik. In diesem Sinne richtete Niehaus einen besonderen Dank an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Dass so viele Akteure zusammenwirken, sei auch eine Form von Vielfalt, sagte er.