Visbeker feiern "Miteinander" das 1.200-jährige Ortsjubiläum

Projekt- und Arbeitsgruppe stellt Überlegungen vor

Jubiläumslogo
Entwurf: Sebastian Heun/Heundesign

Wenn die Gemeinde Visbek am 01. September 2019 auf ihre 1.200-jährige Geschichte zurückblicken kann, soll das nicht erst der Auftakt einer Reihe von Festivitäten und Veranstaltungen sein. Vielmehr soll der 01. September 2019 den Höhepunkt und krönenden Abschluss eines ganzen Festjahres bilden, das seinen Auftakt genau ein Jahr zuvor, am 01. September 2018, hat. Welche Ideen es bereits rund um das Ortsjubiläum gibt, hat die eigens gegründete Projekt- und Arbeitsgruppe jetzt vorgestellt.

Der Koordinator der „1.200-Jahr-Feier Visbek“ Friedrich Kühling bezeichnete das 1.200-jährige Bestehen als „einen sehr wichtigen Punkt im Leben unserer Gemeinde“. Gemeinsam mit Vertretern aus unterschiedlichen Lebensbereichen wie Kirchen, Schulen und Kindergärten, Handel und Gewerbe sowie Verwaltung und Politik kümmert er sich um die Planung und Umsetzung der Ideen. Im Fokus stehen dabei vor allem zwei Ziele: Zum einen sollen alle Visbekerinnen und Visbeker in das Jubiläum einbezogen werden, was durch das Motto „Miteinander“ zum Ausdruck gebracht wird. Zum anderen soll das moderne Visbek präsentiert werden.

Die Kernelemente werden in zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen dargestellt. Dazu gehört beispielsweise eine Stern-Wallfahrt nach Bethen, die am 01. September 2018 den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet. Darüber hinaus laden die katholische Kirchengemeinde St. Vitus Visbek und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Visbek zu diversen Veranstaltungen ein, darunter beispielsweise ein Vortrag mit dem evangelischen Pfarrer Dr. Tim Unger (Wiefelstede) zur Reformationsgeschichte. Zudem bietet der Heimatverein diverse Bildungsfahrten zum Thema „Auf den Spuren von Abt Gerbert Castus“ an, etwa eine mehrtägige Tour nach Utrecht, Aachen und Corvey im Oktober 2018. Ein kulturelles Highlight holt der Kulturkreis Visbek in Zusammenarbeit mit den beiden Kirchengemeinden nach Visbek: Am 04. November 2018 tritt die Band „Alte Bekannte“, die Nachfolger der populären A-cappella-Gruppe „Wise Guys“, in Visbek auf. Zu Palmsonntag 2019 plant die katholische Kirchengemeinde eine Fahrt nach Rom.

Den Glanzpunkt und gleichzeitig krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres bildet das Festwochenende am 31. August und 01. September 2019. Nach einem ökumenischen Gottesdienst findet am 31. August ein großer Festakt statt. Sonntags stehen ein Pontifikalamt und ein Festgottesdienst sowie im Anschluss ein großer Festumzug und ein Familientag auf dem Programm. Die Visbeker Vereine, Gruppen, Bauerschaften und Institutionen wurden darüber bereits informiert und haben z. T. schon Vorschläge und Ideen eingebracht, um die Festivitäten mitzugestalten.

Daneben gibt es bereits weitere Überlegungen wie die Herausgabe eines Programmheftes, in dem alle Veranstaltungen zusammengestellt werden sowie die Herausgabe eines Fotobuchs im Dezember 2019, in dem das Festjahr rückblickend bebildert wird.

Auch wenn der Fokus auf dem „Visbek von heute“ liegt, so ist es der Projektgruppe dennoch wichtig, sich auch auf die Wurzeln Visbeks zu besinnen. „Wir blicken mit Stolz zurück auf unsere Geschichte“, sagt Bürgermeister Gerd Meyer. Hauptamtsleiter Alfred Kuhlmann hält zwar fest, dass die Urkunde vom 01. September 819, auf die sich Visbek beim Ortsjubiläum beruft, nachweislich kein Original ist, sich die Gemeinde aber bei den Jubiläen 1150 und 1175 Jahre ebenfalls auf die Urkunde berufen habe.

Um an die Geschichte zu erinnern, wird beispielsweise der dritte Band der Chronik Visbek (1989 bis 2018) herausgegeben, an dem eine Gruppe unter Federführung des Heimatvereins Visbek bereits seit 2014 arbeitet. Die Verknüpfung von früher und heute und vom Miteinander in Visbek wird auch im Jubiläumslogo, das der Visbeker Jung-Unternehmer Sebastian Heun entworfen hat, deutlich. Es zeigt das Visbeker Ortswappen, die Jahreszahlen 819 und 2019, das Motto „Miteinander“ sowie eine Kreuzfibel, einer der ältesten Funde, der bei archäologischen Grabungen in Visbek gemacht wurde. Als Vorbild für die Kreuzfibel auf dem Logo diente die Abbildung eines ähnlichen Fundes im Drantumer Gräberfeld.