Hubert Hesselfeld brilliert auf Visbeker Klönabend

Plattdeutsch-Autor berichtet über „Trichinenkiekers“

Hubert Hesselfeld bei der Warkstäe
Ein kleines Präsent nach gelungenem Vortrag: Hubert Hesselfeld (rechts) und Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe. Foto: Gemeinde Visbek/Kuhlmann

Dass Hubert Hesselfeld aus Lohne unterhaltsame plattdeutsche Geschichten schreiben kann, ist allseits bekannt. Dass er darüber hinaus vortrefflich erzählen kann, erlebten rund 25 Zuhörer auf dem jüngsten Klönabend (28. November) der „Visbeker Warkstäe“ im Gasthof Dieckhaus.

Mit zahlreichen Geschichten und Erzählungen vom „Schwattschlächten“ und über „Trichinenkiekers“ traf der Plattdeutsch-Autor, dessen Vater Fleischbeschauer war, den Nerv des Publikums und sorgte für manchen Lacher. Auch die Zuhörer berichteten eigene Erlebnisse aus der „Hamsterzeit“ nach dem Zweiten Weltkrieg, als Gegenstände gegen Lebensmittel getauscht wurden. Dadurch entwickelte sich ein lebhafter Gedankenaustausch.

Die Geschichten von Hubert Hesselfeld sind in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht; ein eigenes Buch hat er bislang nicht herausgegeben. Seine Motivation sei es, die Freude an der plattdeutschen Sprache weiterzugeben. Daher erzählt er auch gerne auf Platt. „ Ich rede viel. Das ist von Berufswegen, da habe ich früher mein Geld mit verdient“, erklärte der pensionierte Schulleiter mit einem Augenzwinkern.

Passend zur Jahreszeit stimmte er mit amüsanten Advents- und Weihnachtsgeschichten auf die Adventszeit ein. Mit einem nachdenklichen Text („Ihr sollt in Visbek ja nicht den ganzen Tag lachen“) beendete der 81-Jährige den Klönabend und machte deutlich: Weihnachten ist auch ohne Geschenke schön.

Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe dankte Hubert Hesselfeld für seinen engagierten Vortrag und lud zu den Klönabenden in 2018 ein. Auch im nächsten Jahr seien von der „Visbeker Warkstäe“ wieder sieben Klönrunden vorgesehen.