Visbeker Gemeinderat spendet 735 Euro an Förderverein Haus St. Benedikt

Summe soll für Videoübertragung von Gottesdiensten genutzt werden

Spende Gemeinderat an Förderverein St. Benedikt
Gut aufgehoben: Antonius Mönnig (links) überreicht Dr. Bernward Wefer das Geld, das bei der Sammlung des Gemeinderates zusammengekommen ist. Foto: Gemeinde Visbek/Nuxoll

Es ist gute Tradition bei der Jahresabschlussfeier des Visbeker Gemeinderates: Jedes Jahr sammeln die Ratsfrauen und -herren Geld für einen guten Zweck. In diesem Jahr sind dabei 735 Euro zusammen gekommen, die Antonius Mönnig, stellvertretender Bürgermeister, an Dr. Bernward Wefer, Vorsitzender des Fördervereins Haus St. Benedikt, überreicht hat. Beim Förderverein ist die Summe gut aufgehoben: Der Verein möchte das Geld in ein Videosystem investieren, mit dem künftig die Gottesdienste aus der Pfarrkirche St. Vitus in das St.-Benedikt-Stift übertragen werden können. „Das ist ein tolles Projekt“, sagt Antonius Mönnig. Die ganze Gemeinde solle davon profitieren, weshalb sich der Rat dafür entschieden habe, dieses Vorhaben mit der Sammlung zu unterstützen.

„Das Projekt beschäftigt uns schon seit Beginn des Jahres“, erklärt Dr. Bernward Wefer. Mithilfe des Systems könnten die Gottesdienste life in das St.-Benedikt-Stift übertragen werden. Die Videoübertragung der Gottesdienste ist aus Sicht des Fördervereins ein guter Weg, Menschen, die selbst nicht mehr die Kraft haben, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. „Es ist der ausdrückliche Wunsch der Bewohner, das System anzuschaffen“, sagt Antonius Mönnig. Für sie sei es eine Möglichkeit, am Leben in Visbek teilzunehmen, etwa wenn über aktuelle Geschehnisse aus dem Gemeindeleben gepredigt werde.

Neben der Life-Übertragung gibt es die Möglichkeit, die Videos in einer Cloud zu speichern, um sie später anzuschauen. Die Übertragung soll nicht nur in das Altenpflegezentrum möglich sein, sondern im ganzen Gemeindegebiet. „Es können beliebig viele Leute passwortgeschützt teilnehmen“, erklärt Wefer. Zudem sei auf Dauer denkbar, das System auch für Übertragungen von anderen Veranstaltungen zu nutzen, beispielsweise Pfarrfeste, das Frühjahrskonzert des Musikvereins Visbek oder Schützenfeste, sagt der Vorsitzende.

Die laufenden Kosten schätzt Wefer als gering ein. Jedoch kostet die Anschaffung etwa 20.000 Euro. Dafür sollen unter anderem Sponsoren gefunden werden; der Förderverein möchte sich aber auch um Fördermittel bemühen.