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Über allem steht der Charme von Paris - Duo Pariser Flair in Visbek

Von Dr. Jutta Heyen

Kongeniales Duo: Marie Giroux (rechts) und Jenny Schäuffelen ergänzten sich perfekt. Foto: Hans-Bernd Hermes

Die Gäste erwartete, so wie Dr. Jutta Heyen nach der Begrüßung der Gäste durch den stellvertretenden Bürgermeister André Hüttemeyer in ihrer Einführung darlegte, eine „Zauberei“: eine Paris-Stadtführung der besonderen Art. Mit Sängerin und Plaudertasche Marie Giroux ließ es sich bei der musikalisch-amüsanten Stadtführung „Pariser Flair“ gleichzeitig bequem im Sessel sitzen und trotzdem mit Herz und Sinnen in Paris sein und einiges über die beliebte Metropole erfahren.


Stadt der Liebe? Sie ist den Franzosen völlig unbekannt – denn diesen Beinamen trägt Paris nur in Deutschland. „In Frankreich sagt man das nicht“, klärte Marie Giroux das Publikum im Visbeker Rathaus auf. Für die Franzosen sei Paris stattdessen pure Inspiration und die Wiege der französischen Chansons. Die gebürtige Französin übernahm, gemeinsam mit Akkordeonistin und Pianistin Jenny Schäuffelen, die Reiseleitung. Giroux führte durch die Straßen von Paris.


Los ging es mit „Sous le ciel de Paris“, das bis heute weltweit von zahllosen renommierten Sängern interpretiert worden ist. Es folgten „Ne me quitte pas“ von Jacques Brel oder „Du lässt Dich gehen“ von Charles Aznavour. Zwischen den Chansons gab das Duo „Pariser Flair“ viele Insider-Tipps zu Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und zum schönsten Platz für Frühaufsteher, die ungestört einen Sonnenaufgang erleben möchten. So führten die beiden Frauen über bekannte und wenig bekannte Straßen der Hauptstadt Frankreichs.


Jenny Schäuffelen drängte sich dabei immer wieder forsch und übereifrig in die Ausführungen der Reiseleiterin Giroux – das war freilich gewollt und gab dem Ganzen einen frischen und humorigen Akzent, wenn die beiden Frauen mit ihrem Wissen wetteiferten.

Das Duo ergänzte sich wunderbar, sowohl musikalisch als auch hinsichtlich der humoristischen Würze. Die Kunstfertigkeit der Pianistin Jenny Schäuffelen wurde bei ihrem Solo von Yann Tiersen, der Filmmusik aus „Die wunderbare Welt der Amélie“ unter Beweis gestellt.


Unbekannte Seiten von Paris – rein örtlich reichte die Spannweite von Moulin Rouge bis Notre Dame, musikalisch von Aznavour bis Bécaud, von Oper bis Rap – einmal packte das Duo gar beide Elemente zusammen in ein Lied. Man spürte, dass die Sängerin es liebte, ihr Publikum zu überraschen. Und das gelang ihr auch immer wieder. Vor allem aber war es der hinreißende Charme einer französischen Chansonsängerin, mit dem Marie Giroux begeisterte. Dabei erinnerte ihre volle Stimme oft an Edith Piaf, deren Lieder sich auch im Programm wiederfanden. Und Marie Giroux erzählte vom schweren Schicksal der berühmten Französin.


Marie Giroux lässt sich nicht festlegen – weder auf ein bestimmtes Genre noch auf eine Stimmlage. Ihr Tonumfang ist gewaltig: Im einen Moment beeindruckt sie mit ihrer dunkel gefärbten, rauchigen Stimme, mit der sie ausdrucksstark und problemlos Lieder berühmter männlicher Chanson-Kollegen wie Gilbert Bécaud interpretiert. Im nächsten Moment wechselt sie in einen atemberaubenden Sopran. Sie beherrscht ihre Stimme perfekt – mal klingt sie hart und rau, mal weich und warm.


Mitunter zogen Marie Giroux und Jenny Schäuffelen ihre Zuschauer aktiv ins Geschehen ein. Erst ging es darum, in mehreren Schritten die Grundhaltung des Tango einzunehmen; dann musste das Publikum französische Persönlichkeiten wie z. B. den Schriftsteller Victor Hugo oder Jean-Jacques Rousseau auf Schwarz-Weiß-Fotos identifizieren.


Als die Musikerinnen zum Ende des Abends das weltberühmte Lied „Les Champs-Elysées“ anstimmten, sang so mancher im Publikum spontan mit. Nach viel Applaus gab es drei Zugaben. „Non, je ne regrette rien“, haucht Marie Giroux zum Abschied in ihr Mikrophon. Das hört man gern. Denn dann kommt sie vielleicht ja auch mal wieder nach Visbek.


Dr. Jutta Heyen und André Hüttemeyer, die zum ersten Mal gemeinsam die Begrüßung und Verabschiedung übernommen hatten, ergänzten sich hierbei wunderbar und ließen es sich auch nicht nehmen, die beiden Künstlerinnen als Dankeschön mit kulinarischen Besonderheiten aus Visbek zu überraschen: Da bekannt war, dass sich „Pariser Flair“ gerne mit Schokolade und Käse „dopt“, bekam das Duo handgemachte Pralinen aus der Visbeker Schokoladen-Manufaktur sowie hofeigene Produkte der Hofkäserei Sieben Ziegen überreicht.



Fotos: Hans-Bernd Hermes


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