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  • AutorenbildGemeinde Visbek

Auf Endeler Anhöhe wird mit Info-Schild an „Tilly-Feldlager“ (von 1623) erinnert

Von Bernd Koopmeiners


Verdiente Pause nach dem Aufstellen des neuen Info-Schildes: Bernd Lammers (von links), Vorsitzender Manfred Gelhaus, Bezirksvorsteher Franz Zurwellen und Klaus-Peter von Lehmden. Foto: Koopmeiners

Der legendäre Feldherr Graf Johann T. Serclaes von Tilly kam während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) vom 24. bis zum 28. September 1623 mit „Liga-Truppen“, von Wardenburg kommend, nach Endel. Die topgraphische Lage einer Anhöhe der Bauerschaft in unmittelbarer Nähe zur Aue/Engelmannsbäke bot gute Voraussetzungen für ein Feldlager seiner Truppe (zu Fuß oder zu Pferd). Von der Anhöhe in Endel aus hatte der Feldherr einen guten Überblick in die weite Endeler und Ahlhorner Heide. Mit der Aue war hier auch Wasser vorhanden.


Die Söldner brachten durch Raub und Plünderungen vor allem die Höfe in Endel und in Varnhorn-Siedenbögen in Bedrängnis. Die Bewohner waren sicher froh, als die Liga-Truppen (berichtet wird von über 2500 Mann) ihr Feldlager in Endel räumten und nach Barnstorf weiterzogen. Der 30-jährige Krieg endete am 24. Oktober 1648 mit dem „Westfälischen Frieden“ in Münster und Osnabrück. In Endel wurde schon um 1800 eine „Tilly-Birke“ als Solitärbaum gepflanzt. Der Standort ist in der Flurkarte der Bauerschaft von 1839 eingezeichnet. Nachdem ein Blitz am 21. Juni 1906 den Baum traf, wurde am 14. April 1908 eine neue Birke gepflanzt und ebenfalls auch 1920.


Bezirksvorsteher Franz Zurwellen hat nun mit Unterstützung durch den Bauhof der Gemeinde Visbek auf der Anhöhe in Endel für einen kleinen Rastplatz mit zwei Bänken und einem Tisch (Eichenstamm) gesorgt. Ein Info-Schild des Heimatvereins erinnert dort an das „Tilly-Feldlager“ vor 400 Jahren in Endel.

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