• Gemeinde Visbek

LzO-Stiftung unterstützt Finanzierung eines historischen Pferdegrabes


Alleinstellungsmerkmal: Die Darstellung des Pferdegrabes bewundern bei der Scheckübergabe (von links) Dr. Beate Bollmann, Hauptamtsleiter Alfred Kuhlmann, stellv. Vorsitzender des Heimatvereins Norbert Varnhorn, Stiftungsratsvorsitzender Alfred Müller, Stiftungsratsmitglied Josef Kläne und Bürgermeister Gerd Meyer. Foto: Gemeinde Visbek/Nuxoll

Die LzO-Stiftung Vechta fördert die Installation eines in den Boden eingelassenen Pferdegrabes im Archäologisch-Historischen Informationszentrum in Visbek mit 8.000 Euro. Den symbolischen Scheck überreichten die Stiftungsratsmitglieder Alfred Müller (Vorsitzender) und Josef Kläne am Donnerstag an Visbeks Bürgermeister Gerd Meyer. Dieser freute sich sehr über die Spende und bezeichnete sie als „Wertschätzung des Engagements vor Ort“.

Das Pferdegrab, das vergangene Woche im Ausstellungsraum des Informationszentrums an der Rechterfelder Straße fertiggestellt wurde, ist einer der Höhepunkte der Ausstellung. Es ist in einer Vitrine in den Boden eingelassen und aus echten Pferdeknochen rekonstruiert, die bei archäologischen Grabungen im Uhlenkamp in Visbek gefunden wurden. Der gebürtige Visbeker Alfred Müller betonte, dass die Stiftung die Finanzierung des etwa 23.000 Euro teuren Grabes gerne fördere. Visbek sei hinsichtlich archäologischer Funde reich an Besonderheiten. Das Projekt sei es wert, unterstützt zu werden, sagte der Direktor des Firmenkundegeschäfts der LzO-Regionaldirektion Vechta. Die LzO-Stiftung für den Landkreis Vechta gibt es seit 2008. Sie ist mit Stiftungsgeldern von 2,9 Millionen Euro ausgestattet und hat bislang 59 Projekte mit etwa 159.000 Euro unterstützt.

Bis die Öffentlichkeit das Pferdegrab in Augenschein nehmen kann, dauert es noch einige Wochen. Die Eröffnung des Archäologisch-Historischen Informationszentrums ist für den 4. Mai 2018 (Freitag) geplant. Von den ersten Überlegungen bis hin zur vollständigen Umsetzung hat es dann fast fünf Jahre gebraucht, sagte Hauptamtsleiter Alfred Kuhlmann. Das Informationszentrum, dessen offizieller Name bald bekannt gegeben wird, soll ein generationenübergreifender und überregionaler Bildungs- und Lernort sein. Das Konzept der Ausstellung, in der u. a. Grabungsfunde aus Visbek zu verschiedenen Themenbereichen gezeigt werden, hat die Museumsberaterin Dr. Beate Bollmann aus Oldenburg gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe erarbeitet.

In seiner Umsetzung ist das Visbeker Pferdegrab einmalig in der Region und vermutlich auch darüber hinaus. Ihr sei kein Museum in Norddeutschland bekannt, das eine Installation in dieser Form besitze, sagte Dr. Bollmann. Die Idee dazu hatte die Diplom-Biologin Dr. Ilona Becker aus Braunschweig, die die im Uhlenkamp gefundenen Knochen konserviert hat, um sie vor dem weiteren Verfall zu schützen. In Visbek sei eine auffällig hohe Zahl an Pferdegräbern gefunden worden, sagte Dr. Bollmann. Aufgrund des sandigen Bodens sei jedoch keines komplett erhalten. Vielfach seien die Zähne noch in einem guten Zustand und die sogenannten „Leichenschatten“ der Tiere gut erkennbar gewesen. Die in der Vitrine gezeigten Knochenreste stammen von einem Pferd, das vermutlich drei bis vier Jahre alt war.

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