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Mit dem Kulturkreis Visbek auf Reisen: von Bregenz über St. Gallen nach Mainau

Updated: Aug 8, 2019

Von Bärbel Teller

Mainau bei bestem Wetter: Die Visbeker Reisegruppe erlebte die berühmte Blumeninsel im Bodensee von seiner schönsten Seite. Foto: privat

Die fünftägige Reise des Visbeker Kulturkreises hat in diesem Jahr zu den Bregenzer Festspielen mit Besuch der Aufführung von Verdis „Rigoletto“ auf der Seebühne, weiter nach St. Gallen in die Schweiz und zum Schluss an den Bodensee auf die Blumeninsel Mainau geführt.


Die Bregenzer Festspiele sind berühmt für ihre spektakulären Opernaufführungen auf der Seebühne. In diesem Jahr machte das Bühnenbild für die Oper „Rigoletto“ schon weit vor der Premiere Schlagzeilen, da es technisch wie gestalterisch ungewöhnlich ist.


Das Bühnenbild ist ins Zirkusmilieu verlegt. Ein riesiger Clownskopf (35 Tonnen schwer!), eine hölzerne Hand und ein Heißluftballon wirken insgesamt recht minimalistisch, sind aber technisch äußerst effektiv einsetzbar. Der Kopf spiegelt das Schicksal Rigolettos wider und verändert dabei im Laufe des Stückes immer wieder beeindruckend vielfältig seinen Gesichtsausdruck. Eine Führung erläuterte die ausgeklügelte Technik, mit der diese Effekte möglich sind.


Leider sind nicht nur „Weiberherzen“ trügerisch, wie es so schön in der berühmten Arie in der Oper heißt, sondern auch das Wetter. Am Tag des geplanten Besuchs regnete es in Strömen, und nach einer Sturmwarnung wurde die komplette Aufführung abgesagt und ins Festspielhaus verlegt. Weit vorausschauend hatte das Team des Kulturkreises Karten erworben, in denen der Besuch dort eingeschlossen war, so dass dort die „Indoor“-Version doch noch gehört werden konnte.


Am nächsten Tag ging es nach St. Gallen, wo die Fahrtteilnehmer die zum Weltkulturerbe gehörende Stiftsbibliothek und Kathedrale besichtigten. Die Bibliothek gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt; ihr Bestand ist vom 8. Jahrhundert bis heute einigermaßen intakt geblieben[. Außerdem befindet sich dort das älteste erhaltene Buch aus Deutschland von 911 n. Chr. Erstaunlich ist, dass diese Bibliothek heute noch als aktive Leihbibliothek genutzt wird.


Die Kathedrale von St. Gallen ist als Spätbarockbau in ihrer Ausgewogenheit sehenswert, da sich an die Rotunde nach Osten und Westen symmetrisch das Schiff und der Chor angliedern. Die malerische Ausstattung ist das Werk süddeutscher Meister.


Die Insel Mainau begrüßte am vierten Reisetag die Gruppe bei strahlendem Sonnenschein. „Mainau [...] ist eine kokette kleine Dame“, hat einmal ihr Besitzer Graf Bernadotte gesagt, „[...] sie braucht unaufhörlich neue Kleider“. Damit ist wohl die sich jeweils der Saison anpassende Bepflanzung gemeint, die im Frühjahr mit den Tulpenbeeten sehenswert ist.


Eine sehr fundierte Führung erklärte die besonderen geologischen und biologischen Gegebenheiten der Insel. Bedingt durch das günstige Bodenseeklima wachsen dort Palmen und andere mediterrane Pflanzen, die aber im Winter besonders geschützt werden müssen. Im „Arboretum“, einer Sammlung von 500 zum Teil seltenen Laub- und Nadelgehölzen, befindet sich einer der ältesten Urwaldmammutbäume, der dort 1952 angepflanzt wurde. Ebenfalls beeindruckend ist neben den vielfältigen Blumenanlagen das Schmetterlingshaus, das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. Damit endete die Reise, denn am nächsten Tag traten die Kulturkreisfreunde die Heimfahrt an.


Fazit: Wie immer hat das Team des Kulturkreises Visbek die Reise akribisch vorbereitet. Die Reisegruppe wurde hervorragend betreut und alle sind schon gespannt auf das nächste Angebot.


Fotos: Hans-Bernd Hermes


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