• Gemeinde Visbek

Visbeker Umgehungsstraße wird saniert


Sicht von oben: Bei der Bestandsaufnahme im Frühjahr wurden die Schäden mithilfe einer Drohne bildlich dokumentiert. Foto: denkmal3D

Die Sanierung der kommunalen Entlastungsstraße in Visbek rückt näher. Die Arbeiten sollen Anfang Oktober starten. Hierfür wird die Straße zwischen den Kreisverkehren Visbeker Damm und Wildeshauser Straße auf der gesamten Länge von etwa 5 Kilometern für voraussichtlich vier Wochen gesperrt. Die Kreisverkehre bleiben von Visbek aus kommend geradeaus sowie in der Gegenrichtung weiterhin befahrbar. Davon ist nur der Kreisverkehr Döller Damm ausgenommen, da dieser ebenfalls saniert werden muss.


„Wir wissen, dass es eine sehr umfangreiche Maßnahme ist, die zu erheblichen Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer, insbesondere für den Schwerlastverkehr, führen wird“, sagt Mario Ahrens aus dem Visbeker Bauamt. „Dennoch hoffen wir auf das Verständnis der Bevölkerung, da die Arbeiten dringend umgesetzt werden müssen.“


Die kommunale Entlastungsstraße ist seit mehreren Jahren sanierungsbedürftig. Die Gemeinde Visbek war aufgrund der zahlreichen Schäden rechtlich gegen die damalige Baufirma vorgegangen. Das Urteil fiel Anfang 2021 vor dem Landgericht Oldenburg. Die Instandsetzungskosten waren auf 438.000 Euro festgelegt worden, von denen das Unternehmen zwei Drittel und die Gemeinde Visbek ein Drittel tragen muss.


Insgesamt wird die Maßnahme aber deutlich teurer. Denn eine Überprüfung im Frühjahr hatte ergeben, dass die Straße mittlerweile weitaus mehr schadhafte Stellen aufweist als zum Zeitpunkt der Beweisaufnahme für das Urteil ausschlaggebend waren. Aus diesem Grund werden nun nicht nur die schadhaften Stellen repariert, sondern die gesamte Straße bis auf die drei Kreisverkehre saniert. Dabei handelt es sich um eine Gesamtfläche von etwa 35.000 Quadratmetern. „Die Straße hat zu viele Risse, um sie zu flicken“, sagt Ahrens.


Für die Sanierung wird zunächst die Deckschicht abgefräst, dann die Binderschicht. Bei der Überprüfung war durch stichprobenartige Kernbohrungen festgestellt worden, dass nicht nur die Deckschicht, sondern auch die darunter liegende Binderschicht beschädigt ist.


Aktuell werden die Umleitungsstrecken erarbeitet, die insbesondere für den Schwerlastverkehr sehr umfangreich ausfallen werden, da dieser nicht durch den Ort Visbek fahren darf. Erschwerend kommt hinzu, dass der Landkreis Vechta noch bis voraussichtlich Ende November ein Teilstück der Kreisstraße 247 in Rechterfeld saniert. Die betroffenen Firmen wurden bereits über die anstehenden Arbeiten informiert. Wir appellieren eindringlich an ausnahmslos alle Verkehrsteilnehmer, sich an die ausgewiesene Umleitung zu halten“, sagt Mario Ahrens.


Erfreulich ist aus Sicht der Gemeinde, dass die Gesamtkosten mit etwa 1,3 Millionen Euro deutlich geringer ausfallen als ursprünglich kalkuliert. Zunächst war man von 1,8 Millionen Euro ausgegangen. In den Kosten sind 75.000 Euro für die Sanierung des Kreisverkehrs Döller Damm enthalten. Den Auftrag für die Sanierung hat die Firma Wragge aus Drebber erhalten.


Die Sanierung ist nicht nur wegen der zahlreichen Schäden wichtig, sondern auch mit Blick auf eine mögliche Umwidmung. Die Entlastungsstraße gehört der Gemeinde, während einige Ortseinfahrtsstraßen dem Land gehören. Das würde die Gemeinde gerne ändern. Da sich der „Tausch“ an einem Bewertungssystem orientiert, soll die Straße in einen guten Zustand gebracht werden.