• Gemeinde Visbek

Visbeker Ehrenbürger zu Gast im Rathaus Visbek


Die drei Visbeker Ehrenbürger nach dem Treffen im Rathaus (v.l.): Bischof Bernardo Johannes Bahlmann aus Obidos/Brasilien, Sr. M. Klara Lüers aus Madisi/Malawi und Werner Hitz aus Visbek. Foto: Koopmeiners

Im Visbeker Ratssaal war am vergangenen Donnerstagnachmittag ein besonderes Treffen

anberaumt. Karl-Josef Klossok, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Gerd Meyer,

begrüßte erstmalig nach dem bedeutenden Jubiläum „1.200 Jahre Visbek“ (2019), die drei

Ehrenbürger der Gemeinde gemeinsam im Visbeker Rathaus.


Bischof Bernardo Johannes Bahlmann OFM aus Obidos /Brasilien, Sr. M. Klara Lüers aus

Madisi /Malawi (Ostafrika) und Werner Hitz aus Visbek. Die Gemeinde vertraten auch die

Bürgermeister-Stellvertreter André Hüttemeyer, Antonius Mönnig und Thomas Freese sowie

die Amtsleiter Gerd Brengelmann und Jörg Reinke. Karl-Josef Klossok wertete den Empfang

als ehrenvolle Amtshandlung; er wird bald pensioniert. André Hüttemeyer informierte die

Ehrenbürger über die prosperierende Gemeinde Visbek und über die Kommunalwahl am 12.

September. Die Sicht von außen könne für die Heimatgemeinde erhellend sein, betonte

Hüttemeyer und bat Sr. Klara um ihren Bericht aus Malawi.

Die Ordensfrau (79) aus Visbek, seit 1965 Franziskanerin von Salzkotten, wirkt seit 1984 in

Madisi /Malawi. Sie war u.a. 17 Jahre im Missionshospital tätig und betreute Kinder im

„Aids-Waisen-Internat“; 1993 gründete sie die „St. Francis-School“, in der aktuell 1.400

Mädchen und Jungen unterrichtet werden. Es habe sehr lange gedauert, bis dort Impfungen

mit Impfstoff aus Deutschland für das Lehrpersonal ihrer Schule möglich waren; Kinder seien

zum Glück noch nicht von der Corona-Pandemie betroffen.

Johannes Bahlmann (61) aus Visbek wurde 1984 Franziskaner in Brasilien; am 12. Juli 1997

erhielt er die Priesterweihe in der Pfarrkirche St. Vitus in Visbek. Am 9. Mai 2009 wurde

Bernardo Johannes Bahlmann von Bischof Dr. Felix Genn im Dom zu Münster zum Bischof

geweiht. Sein Bistum Obidos liegt am Amazonas in Brasilien. In seinem Statement betonte

Bischof Bahlmann, Brasilien erlebe eine sehr schwierige wirtschaftliche Situation.

Infolge der „Corona-Pandemie“ gab es sehr viele Tote; lange Zeit war nicht genügend

Sauerstoff vorhanden. Im Land trügen Verschwörungstheorien zur Instabilität bei. Sein

Bistum hat Krankenhausschiffe auf dem Amazonas im Einsatz. Die Kirche setzt sich auch

gegen die Abholzung von Regenwald ein. Zugleich für Sr. Klara resümierte Bischof

Bahlmann: „Wir sitzen alle in einem Boot“.