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Atelier „Tonwerk“ platzte aus allen Nähten


Boten einen informativen und unterhaltsamen Abend: Wolf und Margret Ewert mit Erwin Stubbe (links). Foto: Kuhlmann

„Fein, datt dei ‚Warkstäe‘ eis inne Warkstäe kaomen draff.“ Mit diesen Worten begrüßte Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe die Gäste beim jüngsten plattdeutschen Klönschnack (10. September) der „Visbeker Warkstäe“. Er spielte damit auf den Veranstaltungsort für den Gesprächsabend im Atelier „Tonwerk“ des Künstlerehepaars Margret und Wolf Ewert in Hagstedt an, das auch eine Künstlerwerkstatt sei.


Über dreißig Interessierte sorgten für ein voll besetztes Atelier. Die Eheleute Ewert nahmen die Gäste mit auf eine Reise durch die Geschichte des Töpferns („Wildeshausen war im Mittelalter ein Töpferdorf“) über die Ausbildung („Wir haben eine Ausbildung zum Keramiker gemacht“) bis hin zum Verkauf der Objekte. Die Frage „Wie kann man von der Keramik leben?“ wurde mehrmals gestellt. Hier habe man als Künstler zu entscheiden, ob man direkt an interessierte Personen oder an Geschäfte verkaufen wolle.


Immer wieder interessant sei ein Verkauf auf Märkten. Die Gespräche mit den Menschen seien Motor, um in der Werkstatt wieder anzufangen zu arbeiten. „Gelegentlich führen wir auch Auftragsarbeiten durch“, erklärte Wolf Ewert. Mehrfach hinterfragt wurde auch, wie man zum Beruf des Keramikers komme. „Ich bin mit meiner ersten Ausbildung nicht glücklich geworden“, gestand Margret Ewert, „daher habe ich mit der Keramik begonnen.“ Nach der dreijährigen Ausbildung hätten beide in verschiedenen Werkstätten gearbeitet. Das Auge für die Kunst zu schulen habe man dann in Frankreich gelernt.


„Jeder Töpfer versucht, schöne Dinge zu machen. Das wollen wir auch“, erläuterte das Künstlerehepaar abschließend, bevor Margret Ewert die Techniken der Töpferei demonstrierte. Sie töpferte für die Gäste eine Vase, eine Flasche, ein Salzschweinchen und einen hohlen Apfel. Nach einem gelungenen Abend lud Erwin Stubbe die Gäste zum nächsten Klönabend am 22. Oktober ein. Dann stellt sich der Rassegeflügelzuchtverein Visbek vor.

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