Betriebsbesichtigung bei der Räucherei Kern – Plattdeutsch im lebendigen Austausch
- Gemeinde Visbek
- vor 2 Tagen
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Von Marius Muhle
Eine gut besuchte Betriebsbesichtigung hat kürzlich bei der Räucherei Kern in Visbek stattgefunden. Organisiert wurde die Veranstaltung von der „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“ um den Plattdeutschbeauftragten der Gemeinde Visbek, Marius Muhle, die sich aktiv für den Erhalt und die Förderung der plattdeutschen Sprache einsetzt.
Insgesamt 35 Interessierte nahmen an der Besichtigung teil und erhielten spannende Einblicke in die traditionsreiche Räucherei, die von der Familie Kern bereits in vierter Generation geführt wird. Michael Kern, der heutige Inhaber, führte die Gruppe persönlich über das Gelände und vermittelte anschaulich, wie Fisch geräuchert wird und wie der Arbeitsalltag in dem kleinen Betrieb aussieht. Zu Beginn wurde der Räucherofen im Außenbereich vorgestellt. Dass die Räucherei Kern als einzige in der Region noch traditionell über dem Holzfeuer räuchert, macht die lange Geschichte des Unternehmens sichtbar.
Anschließend erhielten die Teilnehmenden einen kleinen Einblick in die Produktionshalle, in der der Fisch vorbereitet und die Speisen sowie Salate hergestellt werden. Während der gesamten Besichtigung hörten die Gäste aufmerksam und interessiert zu. Viele nutzten die Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen – ganz bewusst auf Plattdeutsch.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Flammlachsbrötchen und kühle Getränke, die bei den Teilnehmenden großen Anklang fanden, rundeten den Abend genussvoll ab. Michael Kern berichtete nicht nur detailliert über die einzelnen Arbeitsschritte des Räucherns, sondern vom ganzen Werdegang der Produkte von der Bestellung bis zum Verkauf im betriebseigenen Fischwagen.
Die „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“ verfolgt mit solchen Angeboten das Ziel, niederschwellige Veranstaltungen zu schaffen, bei denen Menschen zusammenkommen – sowohl diejenigen, die Plattdeutsch sicher sprechen, als auch jene, die die Sprache verstehen, sich ausprobieren oder einfach zuhören möchten. So soll die plattdeutsche Sprache, die in Visbek noch lebendig ist, sichtbar und hörbar bleiben und Raum für Austausch und Begegnung bieten.
Die Organisatoren der „Warkstäe“ zeigten sich sehr zufrieden mit der hohen Beteiligung und dem gelungenen Abend und bedankten sich herzlich bei Michael Kern für die Offenheit, die interessanten Einblicke und die Gastfreundschaft.









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