Dr. Marco Mohrmann spricht beim Fischessen der MIT Visbek
- Gemeinde Visbek
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Von Bernd Koopmeiners
Die Mittelstandsvereinigung (MIT) Visbek hat am 02. Februar 2026 (Montag) ihr traditionelles Fischessen veranstaltet. Im Saal Bramlage in Varnhorn begrüßte der Vorsitzende Bernhard Zurhake 105 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie als Ehrengäste MdL Dr. Marco Mohrmann, CDU-Generalsekretär Niedersachsen aus Hannover, Landrat Tobias Gerdesmeyer, Vechta, und Bürgermeister Gerd Meyer. Gekommen war auch der MIT-Kreisvorsitzende Bernd große Holthaus.
Nach Berichten vom Vorstand und vom Kassenführer Sven Oesten folgte deren Entlastung. Nach zehn Jahren im Vorstand wurde Walter Tönnies verabschiedet. Bei der Neuwahl fungierte Bürgermeister Gerd Meyer als Wahlleiter.
Die Amtsinhaber wurden einstimmig bestätigt. Kassenprüfer wurden Marcel Scheele und Florian kl. Holthaus. Beisitzer/in sind: Lukas Bachmann, Daniel Feldhaus, Lisa Hake, Marcel Scheele, Axel Schickling und Dirk Wesjohann. Der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Ralf Dasenbrock informierte über die Kommunal- und die Bürgermeisterwahl am 13. September.
Dr. Mohrmann erläuterte in seiner Rede die Zielsetzungen der Union für die Agrarwirtschaft. „Die Bauern wollen nicht ständig neues Geld; sie wollen in Ruhe gelassen werden.“ Erforderlich sei ein Bürokratierückbau überflüssiger Dokumentationspflichten. Der Redner lobte die Außenpolitik von Kanzler Friedrich Merz bei der Zusammenarbeit mit Indien; ebenfalls sei „Mercosur“ eine Chance. Mohrmann kritisierte: „Im Mittelstand gibt es 123.000 kleinteilige Sicherheitsbeauftragte“; sogar „Leiterbeauftragte“. Von 43 Regierungsbeauftragten wurden endlich 25 abgeschafft.
In ihrer Mainzer Erklärung (Januar 2026) unterstreicht die Bundes-CDU, wie ein Wirtschaftsaufschwung in Deutschland gelingen kann. Für Niedersachsen betonte Dr. Mohrmann: „Unser Land kann mehr! Weg mit der Förderitis“. Die CDU wolle ein kommunales Veränderungsgesetz und eine Modernisierungsagenda.
Kritik übte er wegen des Agrarstrukturgesetzes, des Jagdgesetzes (auch beim Wolf) und der „Geflügelgrippe“. Nicht überzeugend sei die Bildungspolitik. Die CDU fordere eine Sprachstandserhebung ab vier Jahren; Förderschulen sollten erhalten bleiben. Leistungsorientierung: zwei Fremdsprachen im Gymnasium; dividieren in der Grundschule.
Mohrmann: „Wir wollen 2027 die Regierung übernehmen. Wir spielen auf Sieg, nicht auf Platz!“ Dem Beifall für Dr. Marco Mohrmann folgte ein leckeres Fischessen.
Landrat Tobias Gerdesmeyer, erstmalig in Varnhorn, betonte: „Gemeinwohl entsteht, wenn Politik und Wirtschaft gut zusammenarbeiten.“ In Niedersachsen seien dringend Reformen erforderlich, weil die Kommunen vom Land nicht ausfinanziert werden. Der Landrat unterstrich: „Wir erbringen hier viel für die Einwohner im Landkreis; Berufsschulen und PHWT, Gymnasien, Einsatzleitstelle, Breitbanderschließung und im großen Bereich „Soziales“.
Gerdesmeyer ist aber nicht einverstanden, dass Vechta beim Finanzausgleich durch das Land von Förderprogrammen ausgenommen wird und dadurch im Vergleich mit Cloppenburg 15 Millionen Euro weniger Einnahmen hat. Sein Fazit: „Wir brauchen auch in Zukunft eine aktive CDU im Oldenburger Münsterland!“
Bürgermeister Gerd Meyer stieß ins gleiche Horn und kritisierte erneut die Landesregierung in Hannover für die Missstände bei der Finanzierung der Kitas (seit 2018) und die über 2000 Förderprogramme, die aber in Visbek nicht ankommen. Mit einer Fragerunde endete nach 22 Uhr das MIT-Fischessen.









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