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Heimatverein Visbek präsentiert sehenswerte Objekte am Tag des offenen Denkmals

Von Bernd Koopmeiners


Archivar Franz-Josef Debbeler (links) erläuterte Heimatfreunden aus Vechta historische Aufnahmen und Zeichnungen zum Objekt Engelmannsbäke. Foto: Koopmeiners

Am bundesweit ausgelobten „Tag des offenen Denkmals“ am 10. September 2023 (Sonntag) hat sich der Heimatverein Visbek in Endel / Engelmannsbäke gleich mit zwei besonderen Objekten beteiligt. Gästeführerin Ulrike Bei der Hake-Tönjes informierte beim prähistorischen Visbeker Heidenopfertisch zahlreiche Besucher über die Großsteingrabanlage aus der Zeit der Trichterbecherkultur vor über 5000 Jahren. Die Megalithgrabanlage wurde an der Südseite der Engelmannsbäke von frühen Ackerbauern und Viehzüchtern aus mächtigen Findlingen (Monolithen) errichtet.


Im 19. Jahrhundert kam die Bezeichnung „Heidenopfertisch“ auf. Der Opfertisch war seit vielen Generationen im Besitz des Zellers Engelmann, bevor das Großherzogtum Oldenburg das Areal mit dem Monument im Jahre 1847 durch Ankauf für 200 Reichstaler erwarb und das Visbeker Wahrzeichen unter Denkmalschutz stellte. Ulrike Bei der Hake-Tönjes erwähnte auch Einzelheiten zum Opfertisch. Der etwa fünf Meter lange, drei Meter breite und 1,20 Meter dicke, mächtige Deckstein der Grabanlage wiegt schätzungsweise 50.000 Kilo. Interessierten Teilnehmern zeigte die Gästeführerin anschließend auch den „Visbeker Bräutigam“ auf der anderen Seite der Engelmannsbäke/Aue.


Eine besondere Geschichte hat ebenfalls der Landgasthof Engelmannsbäke mit seinem Fachwerkgebäude von 1804 („Niedersachsenhaus“) und ehemaligem Dreschturm („Göpel“). Auf dem Hofgelände wurde im Jahre 1913 eine „Sommerfrische“ eröffnet und ab 1930 ein Restaurant. Inhaber Ralph Engelmann ermöglichte die Besichtigung des heutigen Festsaals und der Innenräume im historischen Bauernhaus. Zur Geschichte des Hofes Engelmann (seit 1501) hatten Archivar Franz-Josef Debbeler und Bernd Koopmeiners einen Flyer für die Besucher gestaltet. Repros von historischen Karten aus dem Landesarchiv in Oldenburg und ansprechende alte Aufnahmen vom beliebten Ausflugsziel Landgasthof Engelmann stießen bei den Besuchern auf besonderes Interesse.

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