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Viel Beifall für Ehrengast Günther H. Oettinger beim CDU-Kohlessen in Rechterfeld

  • Autorenbild: Gemeinde Visbek
    Gemeinde Visbek
  • vor 20 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Von Bernd Koopmeiners

Der CDU-Gemeindeverband Visbek veranstaltete am Montagabend (2. März 2026) im Schützenhof Rechterfeld sein traditionelles Kohlessen. Vorsitzender Ralf Dasenbrock begrüßte im vollbesetzten Saal Ministerpräsident a.D. Günther H. Oettinger aus Stuttgart als Ehrengast mit Lebenspartnerin Friederike Beyer, Bürgermeister Gerd Meyer, Jochen Steinkamp, CDU-Kreisvorsitzender und Landesvorstand Oldenburg, und Jörg Reinke, Bürgermeister-Kandidat der CDU Visbek.


Ralf Dasenbrock betonte, die CDU Visbek werde sich optimal auf die Kommunalwahl und die Bürgermeisterwahl am 13. September vorbereiten und habe mit Jörg Reinke einen besonders geeigneten Kandidaten als Nachfolger von Gerd Meyer gefunden. Jochen Steinkamp erklärte in seinem Grußwort, die CDU wolle die absolute Mehrheit im Landkreis Vechta und in der Gemeinde Visbek verteidigen.


Bürgermeister Gerd Meyer erwähnte die aktuelle finanzielle Situation und Wirtschaftsdaten der Gemeinde. Ziel sei, die Schulden (19,8 Millionen Euro) bis 2030 zu halbieren. Die Unternehmen und Betriebe in der Gemeinde lobte Meyer für die Arbeitsplätze und die Gewerbesteuer.


Jörg Reinke bedankte sich für die Aufstellung als Kandidat und betonte, er wolle für alle Einwohner Bürgermeister sein. Als besondere Anliegen wertete er die Vereinbarung von Familie und Beruf, die Betreuung von Grundschulkindern, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik und den Zusammenhalt im Ort und in den Bauerschaften der Heimatgemeinde.


Schützenhof-Wirt Leo Zurborg sorgte anschließend für das traditionelle leckere Kohlessen.


Nach dem Festessen hielt Ehrengast Oettinger seine Rede. Er erwähnte, in Berlin habe er schon am Oldenburger Kohlessen mit einem Kohlkönig teilgenommen, aber in Baden-Württemberg gebe es Maultaschen und Rotwurst. In seiner freigehaltenen Ansprache mit schwäbischem Akzent analysierte Oettinger die Themen Wirtschaft und Sicherheit, vor allem mit Bezug auf Deutschland und Europa. Er dankte dem Bürgermeister und dem Verwaltungsausschuss für den Empfang am Nachmittag im schönen Visbeker Rathaus.


Nach vier Jahren Stagnation sollten Deutschland und Europa mit fairen Handelsabkommen und durch Zusammenarbeit wieder ein Wirtschaftswachstum erreichen, lautete seine Forderung. Kostensenkung sei auch bei Rüstungsprojekten und in der Forschung in der EU erforderlich. Wenn wir den Wohlstand, den wir haben, erhalten wollen, ist allerdings eine längere Arbeitszeit (bis zur Rente) erforderlich, erklärte der Redner. Noch höhere Rentenzuschüsse seien nicht vertretbar. „Wir müssen uns auch etwas zumuten.“ Das Motto von Geier-Sturzflug (1978) bleibe zielführend: „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt.“


Von Deutschland und der EU forderte er, die Ukraine wirkungsvoll zu unterstützen. Sein Fazit: „Die Lage ist nicht hoffnungslos.“ Oettinger war von 2010 bis 2019 EU-Kommissar in Brüssel; er hofft, die „Vereinigten Staaten von Europa“ noch zu erleben. Mit herzlichen Dankesworten und einem Präsent verabschiedete Ralf Dasenbrock den Ehrengast, begleitet von viel Beifall im Saal.


Vor dem Kohlessen im Schützenhof Rechterfeld: Jörg Reinke (von links), Günther H.  Oettinger, Ralf Dasenbrock, Jochen Steinkamp, Bürgermeister Gerd Meyer und Sven Oesten, stellvertretender CDU-Vorsitzender. Foto: Koopmeiners
Vor dem Kohlessen im Schützenhof Rechterfeld: Jörg Reinke (von links), Günther H.  Oettinger, Ralf Dasenbrock, Jochen Steinkamp, Bürgermeister Gerd Meyer und Sven Oesten, stellvertretender CDU-Vorsitzender. Foto: Koopmeiners

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