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Die Zitterpappel ist Baum des Jahres 2026

  • Autorenbild: Gemeinde Visbek
    Gemeinde Visbek
  • 16. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Von Bernd Koopmeiners

Zum diesjährigen Tag des Baumes werden am 24. April (Freitag) um 10.00 Uhr Schülerinnen und Schüler der Benedikt-Schule im Baumgarten eine Zitterpappel pflanzen. Bürgermeister Gerd Meyer, der Vorstand des Heimatvereins Visbek und „Pro Natura“ erhielten zur Veranstaltung im Arboretum eine Einladung vom Schulleiter Dietmar Seide.


Die heimische Baumart Zitterpappel (auch Espe oder Aspe) wurde vom zuständigen Kuratorium als „Baum des Jahres 2026“ ausgewählt. Pappeln gehören zur Familie der Weidengewächse. Die besonders schnell wachsende Baumart gilt als robust und kommt in Deutschland und Mitteleuropa mit unterschiedlichen Böden, Wasserständen und Temperaturen zurecht.


Der bis zu 30 Meter hochwachsende Baum ist widerstandsfähig gegen Hitze, Dürre und Dauerregen. Wegen dieser Eigenschaften wird die Pappel als Pionierbaumart bei der Wiederbewaldung und Klimaanpassung geschätzt und wird wegen der Standfestigkeit gern an lichten Straßen- und Wegrändern gepflanzt.


Die Baumart „Zitterpappel“ ist auch als Espe oder Aspe bekannt, der Name resultiert aus ihren eiförmigen bis kreisrunden Blättern an langen abgeflachten Stielen; die Blätter sind grob und unregelmäßig gezähnt; sie „zittern“ schon bei leichtem Windhauch. Pappeln überstehen auch Wetterextreme wie heftige Stürme.


In Deutschland und Europa ist die Zitterpappel die häufigste Pappelart und gilt als eine der ältesten Waldbäume; sie dürfte schon nach dem Schmelzen der Gletscher nach der letzten Eiszeit (ca. 10.000 Jahre v. Chr,) ein Pionierbaum gewesen sein.  Die Blüten sind große, hängende Kätzchen, grauzottig mit karminroten Staubbeuteln. Ihre Samen sind kleine, runde, gelbliche Nüsschen mit weißwolligem Haarschopf.


Zitterpappeln wachsen 20 bis 30 Meter hoch und können bis zu 100 Jahre alt werden. Das Holz ist gelblich-weiß, gut spaltbar und wegen des hohen Wassergehalts schlagfrisch noch schwer. Nach dem Trocknen wird Pappelholz sehr leicht; es dient u.a. zur Herstellung von Sperrholz, Faserplatten, Paletten, Flechtzäunen und Zündhölzern. Bienen holen sich von den harzigen Knospen der Pappeln Kittharz (Propolis), um es zum Abdichten in den Bienenstock einzutragen.


Die Zitterpappel ist auch in den Bauerschaften er Gemeinde Visbek heimisch, u. a. in Astrup, Hagstedt und Rechterfeld. Foto: Koopmeiners
Die Zitterpappel ist auch in den Bauerschaften er Gemeinde Visbek heimisch, u. a. in Astrup, Hagstedt und Rechterfeld. Foto: Koopmeiners

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