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Erwin Stubbes Wunsch: Plattdeutsch in den Schulalltag einbinden


Die Kinder und Erzieherinnen der Gruppe "Villa Kunterbunt" des Kindergartens St. Elisabeth Visbek freuten sich über den Besuch des Plattdeutsch-Beauftragten Erwin Stubbe sowie des stellv. Bürgermeisters Antonius Mönnig. Foto: Wolkow

Die plattdeutsche Sprache erhalten, fördern, wieder aufleben lassen, ihr einen Platz im Alltag geben: Diese Ziele hat sich Visbeks Plattdeutsch-Beauftragter Erwin Stubbe seit Jahren auf die Fahnen geschrieben. Damit die Sprache an den Schulen und Kindergärten in Visbek präsent ist, verteilt er unter anderem einmal im Jahr den plattdeutschen Kalender der Lohnerin Hildegard Tölke in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen der Gemeinde Visbek. „Was man vor Augen hat, vergisst man nicht“, sagt er. Den aktuellen Kalender für 2019 überreichte er jetzt gemeinsam mit den stellvertretenden Bürgermeistern Antonius Mönnig und André Hüttemeyer.


Dabei erfuhren sie unter anderem, wie Plattdeutsch in den Schulalltag eingebunden wird. Aktionen wie der Plattdeutschtag und ein plattdeutscher Lesewettbewerb sind beispielsweise ein fester Bestandteil des Schuljahres. Im Schulalltag wird die Sprache hingegen nur noch wenig vermittelt. Das liegt vor allem daran, dass es kaum noch Lehrkräfte und Mitarbeiter gibt, die die Sprache sprechen, berichteten Oberschulrektor Dietmar Seide und der Leiter der Gerbertschule Thomas Möller unisono.


Nichtsdestotrotz schlug Erwin Stubbe vor, der Sprache einen festen Platz im Schulalltag zu geben. Dies könne z. B. durch ein morgendliches „Warm-up“ auf Platt geschehen, „damit die Kinder den Zungenschlag mitkriegen“, so Stubbe. Helfen kann dabei der Plattdeutsch-Kalender, in dem Sprüche, Geschichten und Gedichte abgedruckt sind. Eine weitere Idee ist ein Filmprojekt, das die Schülerinnen und Schüler der Benedikt-Schule umsetzen könnten. Rektor Dietmar Seide zeigte sich durchaus offen für die Idee.


Einen festen Platz im Alltag hat das Plattdeutsche beispielsweise in der Gruppe „Villa Kunterbunt“ des Kindergartens St. Elisabeth. Jeden Freitag kommen die Kinder und ihre Erzieherinnen zu einem Morgenkreis zusammen, bei dem sie singen, zählen, beten, Gedichte hören oder Ähnliches – natürlich alles auf Platt.

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