Gerbertschule Visbek wurde vor 75 Jahren feierlich eingeweiht
- Gemeinde Visbek
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Von Bernd Koopmeiners
Die Katholische Volksschule Visbek, seit 1956 „Gerbertschule“, wurde am 14. Juni 1951 von
Dechant Bernhard Krümpelmann eingeweiht. Das markante Schulgebäude an der Vitus-
Straße 21 ist seit 75 Jahren ortsbildprägend.
Für die damalige alte Volksschule von 1881/82 mit nur vier Klassenräumen war ein Neubau
dringend erforderlich. Beim Schulhaus war wegen der eingeengten Lage zwischen Pfarrkirche
und Schulstraße eine Erweiterung nicht möglich. Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen
und Flüchtlingen ab 1945 (ca. 2.200 Personen) hatte die Schülerzahl in Visbek stark
zugenommen. Am 1. Juni 1948 wurden 477 Schüler/innen in der viel zu kleinen Schule
unterrichtet. Zusätzlich war im Gebäude die damals neugegründete Evangelische Volksschule
Visbek mit zwei Klassen (73 bzw. 43 Schulkindern) untergebracht (Nachmittagsunterricht).
Hauptlehrer Georg Fortmann (1924-1959) und der Elternbeirat Kleophas Nordmann, Andreas
Bögershausen, Josef Brinkhus und Hermann Adler beantragten im Juni 1948 bei der
Gemeinde weitere Schulräume oder einen Neubau. Im Gemeinderat wurde beschlossen, den
für Erlte bereits genehmigten Schulneubau zuerst durchzuführen und anschließend einen
Neubau in Visbek. Nach zweijähriger Planung erfolgte am 10. Juli 1950 die Grundsteinlegung.
Das Baugrundstück in Visbek gehörte ursprünglich der Katholischen Kirchengemeinde; die
Gemeinde Visbek erhielt es durch Tausch.
Architekt August Spille, Wildeshausen, zeichnete für Entwurf und Bauleitung verantwortlich;
die Bauausführung übernahmen Handwerksbetriebe aus der Gemeinde. In der Urkunde zur
Grundsteinlegung am 10. Juli 1950 sind Bürgermeister Josef Meyer, Norddöllen und der
Gemeindedirektor Willi Boers aufgeführt, aber auch die Namen der 16 Ratsmitglieder und
von zwei Bezirksvorstehern für Visbek. Im Text steht auch die Bitte: „Möge Gott der Herr in
diesem Heiligen Jahr 1950 seine segnende Hand auf diese Schule legen und sie nie davon
zurückziehen!“ Auf dem Dokument steht das damalige Gemeindesiegel mit der Jahreszahl
855 („Fiscbechi“ wurde der Abtei Corvey unterstellt). Bei der Namensgebung 1956 wurde
ohne die historische Jahreszahl gesiegelt. Das Richtfest wurde am 14. September1950
gefeiert.
Die neue Schule verfügte über acht Klassenräume sowie eine Hausmeisterwohnung mit vier
Räumen. Im Kellergeschoss wurden 30 Duschanlagen und Wannenbäder mit vier Kabinen für
die Öffentlichkeit installiert. Weitere Räume erhielt die Hauswirtschaftliche Berufsschule. Es
wurden 7.250 m² Raumfläche umbaut. Die Gesamtkosten betrugen 200.000 DM.
Die Katholische Volksschule wurde ab August 1970 als Grundschule geführt (1.-4.
Schuljahr). Schüler/innen ab Klasse 5 wurden im neuen Schulzentrum unterrichtet. Die
heutige Oberschule (Haupt- und Realschule) erhielt am 11. Juli 2006 den Namen „Benedikt-
Schule“. Bei der Gerbertschule wurde 1978 ein zweigeschossiger Klassentrakt und als
Verbindung zum Altbau ein eingeschossiger Verwaltungstrakt (u.a. Pausenhalle und
Lehrerzimmer) errichtet. Das Richtfest war am 8. Mai 1978. Der Kostenaufwand betrug 1,55
Millionen DM. Der Schulplatz wurde 1999 neugestaltet. Seit 2000 wird die Schule als
„Verlässliche Grundschule“ geführt; am 8. Juni 2001 feierte die Gerbertschule das 50-jährige
Bestehen. Durch eine Aufstockung im Bereich Pausenhalle / Lehrertrakt an der Mühlenstraße
wurden 2023/24 u.a. drei neue Klassenräume, einschließlich Gruppenräumen, ein Fachraum
sowie Toiletten geschaffen. Erd- und Obergeschoss wurden durch einen Aufzug verbunden.
Die Gemeinde investierte ca. 2,6 Millionen Euro. Hauptlehrer Georg Fortmann (1924- 1959)
folgten als Schulleiter: Rektor Anton Dumstorff (1959-1972); Rektor Alfons Niemöller (1972-
1995); Rektor Erwin Stubbe (1995-2012) und Rektor Thomas Möller (seit 1. Februar 2012.).
Im Jubiläumsjahr soll die Gerbertschule noch ein neues Dach bekommen.









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