• Gemeinde Visbek

Gerd Meyer: Gerade während Corona die Menschlichkeit nicht aus dem Blick verlieren


Visbeks Bürgermeister Gerd Meyer. Foto: Heun

Liebe Bürgerinnen und Bürger,


als ich 2020 meinen Jahresrückblick und den Ausblick auf das kommende Jahr schrieb, hätte ich niemals gedacht, dass auch ein Jahr später der Fokus noch voll und ganz auf der Coronakrise liegen würde. Doch so ist es leider. Impfquote, Virusvarianten, Inzidenzwert und fünfte Welle sind Begriffe, die uns täglich begegnen – leider fast immer mit einem bitteren Beigeschmack.


Doch ich möchte hier nicht nur schwarz malen, denn in 2021 war bei Weitem nicht alles schlecht. Das gilt insbesondere in der Gemeinde Visbek. Denn Lockdown bedeutet nicht zwangsweise Stillstand. Zahlreiche Projekte wurden auf den Weg gebracht bzw. umgesetzt.


Beispielhaft ist hier die Erschließung des Gewerbegebietes Siedenbögener Esch für etwa 5,2 Millionen Euro zu nennen, in dem sich voraussichtlich im Frühjahr 2022 die ersten Firmen ansiedeln können. Allein 13 Interessenten aus der Gemeinde Visbek möchten sich dort niederlassen. Die Erschließung des Gewerbegebietes in Rechterfeld mit einem Volumen von 1,6 Millionen Euro ist ebenfalls in der Umsetzung.


Auch in den Bereichen Bildung und Betreuung hat sich einiges getan. Die Sanierung der Benedikt-Schule für etwa 6,9 Millionen Euro im Bauteil 5 wurde fortgesetzt und die Aufstockung und Erweiterung der Gerbertschule beschlossen. Auch die Digitalisierung der Schulen war ein wichtiges Thema. Zudem schlug die Sanierung der sanitären Anlagen in der Sporthalle bei der Benedikt-Schule mit 2,1 Millionen Euro zu Buche.


Im Ort Visbek sind zwei Kindertagesstätten mit insgesamt 3 Kindergarten- und 5 Krippengruppen in Planung. Daneben wurde beschlossen, die Sanierung des katholischen Kindergartens St. Raphael mit etwa 61.000 Euro zu bezuschussen.


Im Frühjahr wurde der Mobilfunkturm bei der Benedikt-Schule in Betrieb genommen und die Deutsche Glasfaser hat schnelles Internet nach Rechterfeld und Hogenbögen gebracht. Zum Ende des Jahres sind die ersten Vorarbeiten für den Bau eines Radwegs und den Ausbau der Straße Bloge im Zuge der Dorferneuerung Rechterfeld gestartet.


Ein großes Thema war zudem die Kommunalwahl im September, bei der sich der Visbeker Gemeinderat neu zusammengesetzt und im November mit vielen neuen Gesichtern seine Arbeit aufgenommen hat.


Unter dem Motto „Gönn‘ dir Visbek“ wurde im Sommer eine Gutscheinaktion zur Unterstützung der heimischen Gewerbetreibenden initiiert, bei der man für 75 Euro einen Gutschein im Wert von 100 Euro erhalten hat. Die Gutscheine können bis Ende des Jahres 2021 bei Visbeker Einzelhändlern eingelöst werden.


Was wird uns 2022 bringen? Corona wird uns weiterhin begleiten – Stichwort Omikron-Variante –, aber gemeinsam werden wir die Pandemie in den Griff bekommen. So viel Optimismus sei an dieser Stelle erlaubt. In der Gemeinde stehen erneut viele Projekte an, für die, wie in den vergangenen zwei Jahren auch, viel Geld in die Hand genommen werden muss – insgesamt ca. 24 Millionen Euro.


Zu nennen sind beispielsweise die Erweiterung der Gerbertschule mit ca. 2,5 Millionen Euro, der Neubau von zwei Kindertagesstätten mit ca. 8 Millionen Euro und der Bau eines neuen Feuerwehrgebäudes in Rechterfeld mit etwa 1,6 Millionen Euro.


Darüber hinaus werden die Baugebiete an der Goldenstedter Straße, im Poggenkamp, in Heide-Sillenbäke sowie in den Bauerschaften sukzessiv erschlossen, sodass sich die Grundstückskäufer ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können.


Wichtiger als alle Zahlen, alle Fakten und alle Projekte ist aber die Menschlichkeit. Mehr als je zuvor müssen wir aufeinander achten und füreinander da sein. Die Coronakrise stellt unsere Gesellschaft auf eine harte Probe; vielfach ist von „Spaltung“ die Rede. Das dürfen wir nicht zulassen und das werden wir auch nicht.


Das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde Visbek zeichnet sich durch intakte Nachbarschaften und Dorfgemeinschaften, soziales Engagement und rege Vereinsaktivitäten aus. Auch die Pandemie hat daran nichts geändert. Deshalb bin ich frohen Mutes, dass wir als Gemeinde die vor uns liegenden Herausforderungen bewältigen und dabei das Miteinander niemals aus den Augen verlieren werden.


Herzlichst, Ihr Bürgermeister

Gerd Meyer