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  • AutorenbildGemeinde Visbek

Jeweils sechs Projekte zeigen, was war und was kommt


Bürgermeister Gerd Meyer. Foto: Heun

Wer nach Schlagworten sucht, die die vergangenen Jahre geprägt haben, wird vorwiegend negative Begriffe finden. Nachdem die Corona-Pandemie die Gesellschaft 2020 und 2021 gänzlich im Griff hatte, ist 2022 der Krieg nach Europa zurückgekehrt.


Am 24. Februar hat Russland die Ukraine angegriffen und seitdem wird nur etwa zwei Flugstunden von hier entfernt erbittert gekämpft. Neben der Zerstörung von Städten und der ukrainischen Infrastruktur ist es vor allem das Leid der Bevölkerung, das uns die Wucht der Kämpfe schonungslos vor Augen führt. Die Folgen des Krieges spüren auch wir. Geflüchtete Menschen suchen Schutz in unserem Land. Lieferengpässe, Inflation und vor allem auch die Energiekrise betreffen unser Leben ganz unmittelbar.


Prägend sind auch nach wie vor der Klimawandel und seine Folgen, die womöglich größte aller Herausforderungen, vor der wir stehen. All das wird die Entwicklungen in Deutschland noch Jahrzehnte lang stark beeinflussen. Wir werden alle gefordert sein und ein Stück zurückstecken müssen, um der Transformation in fast allen Bereichen unseres täglichen Lebens gerecht zu werden.


Vor Ort konnten wir 2022 mit einem starken Team in allen Bereichen der Gemeindeverwaltung und den Einrichtungen die Aufgaben und Herausforderungen bewältigen. Mit Zuversicht und Augenmaß wurden die sich bietenden Chancen genutzt.

In meinem Rückblick auf das Jahr 2022 und den Ausblick auf 2023 möchte ich mit jeweils sechs Punkten eindrucksvoll die Arbeit von Rat und Verwaltung untermauern.


Im Jahr 2022

  • wurde das Gewerbegebiet „Siedenbögener Esch“ fertiggestellt und in die Vermarktung gebracht sowie die weitere Erschließung im Gewerbegebiet „Rechterfeld-Am Rosenberg“ abgeschlossen.

  • wurde das neue Wohnbaugebiet „Poggenkamp II“ erschlossen und die 45 Bauplätze zur Vermarktung freigegeben. Darüber hinaus wurden weitere Baugebiete realisiert, z. B. in den Bauerschaften Hagstedt, Halter und Astrup.

  • wurde der Bauabschnitt 5 der Benedikt-Schule – Foyer und darüber liegende Räume – fertiggestellt.

  • wurden die sanitären Anlagen in der Sporthalle der Benedikt-Schule saniert.

  • wurden bzw. werden aktuell die Raumluftanlagen mit Wärmerückgewinnung an allen Grundschulen und in den Kindergärten der Gemeinde installiert. Sie werden in Zukunft für ein optimales Raumklima in den Einrichtungen sorgen. Nur wenige Kommunen haben dieses Förderprogramm so konsequent umgesetzt und die sich bietende Chance genutzt.

  • wurde die kommunale Entlastungsstraße grundlegend saniert.


In diesem Zusammenhang möchte ich allen Ratsmitgliedern ein herzliches Dankeschön für die konstruktive und aus meiner Sicht erfolgreiche intensive Zusammenarbeit aussprechen – sowohl im Rückblick, als auch insbesondere im Ausblick.


Im Jahr 2023

  • werden zwei neue Kindergärten mit jeweils vier Gruppen fertiggestellt. Sie befinden sich zurzeit in der Bauphase.

  • wird ab Ende Januar die Aufstockung der Gerbertschule in Angriff genommen. Sie soll bis Ende 2023 realisiert sein.

  • wird nach fast 60 Jahren der Hubboden der Schwimmhalle erneuert. Hierfür konnten erhebliche Fördermittel aus dem Sportstättenförderprogramm eingeworben werden.

  • soll im Frühjahr die Erschließung des Baugebiets „Goldenstedter Straße“ starten.

  • wird der Ausbau der Straße „Am Bahnhof“ in Rechterfeld umgesetzt. Dabei handelt es sich um die letzte Maßnahme der Dorferneuerung, die damit zu einem erfolgreichen, ortsbildprägenden Abschluss gebracht wird.

  • wird Anfang des Jahres ein Teilflächennutzungsplan zur Realisierung weiterer Windparks im Gemeindegebiet auf den Weg gebracht werden, nachdem 2022 eine Standortanalyse im Bereich Windenergie abgeschlossen wurde. Außerdem wird der Öffentlichkeit eine Vorstudie zur Tiefen Geothermie vorgestellt. Mit Blick auf erste Beschlüsse im Bereich der Freiflächen-Photovoltaik und auf die bereits teils erfolgten sowie noch anstehenden Beratungen zur Erweiterung der zwei Biogas-Anlagen werden 2023 wegweisende Schritte für eine möglichst autarke und wirtschaftsstarke Gemeinde möglich sein.


Alle Vorhaben, Projekte und Entscheidungen sind nur möglich, weil das Miteinander stimmt und lösungsorientiert agiert wird. Unternehmen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie insbesondere die vielen Ehrenamtlichen in unseren zahlreichen Vereinen, Institutionen und sonstigen Einrichtungen sind dafür das Rückgrat unserer Gemeinde. Beispielhaft möchte ich für 2022 drei Vereine herausheben. Der Musikverein Visbek hat ein beeindruckendes 100-jähriges Jubiläum gefeiert, die Kolpingsfamilie Visbek feierte ihren 100. Geburtstag und der Verein „Visbek macht“ wurde gegründet. Dessen Verantwortliche setzen sich für Vielfalt, Wirtschaft, Erleben, Shopping und Genuss in unserer Gemeinde ein.


Da ich hier nur einige ausgewählte Punkte aufgreifen kann, möchte ich Ihnen den vom Heimatverein Visbek neu erstellten Bildband „Die Gemeinde Visbek im Oldenburger Münsterland“ ans Herz legen. Die Impressionen untermauern eindrucksvoll, was sich in unserer Gemeinde getan hat und tun wird.


Zu guter Letzt möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen. Jede und jeder setzt sich in der für sie oder ihn möglichen Form ein – nur so funktioniert Gemeinwohl, nur so können wir in einer starken und intakten Gesellschaft leben und alle Herausforderungen bewältigen. Bleiben Sie gesund und gehen wir mit Hoffnung und Zuversicht ins neue Jahr.


Visbek – verblüffende Vielfalt erleben.



Herzlichst,

Ihr Bürgermeister

Gerd Meyer


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