• Gemeinde Visbek

Rathaus leuchtet orange als Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Aktualisiert: 14. Dez. 2021


Positionieren sich deutlich: Die Visbeker Ratsfrauen (von links) Anja Muhle, Christel Kellermann, Maria Freese, Birgit Nordmann und Rebecca Gerdes, Zonta-Vorstandsmitglied Susanne Adrian-Kasten, Ratsfrau Annette Hanken, Bürgermeister Gerd Meyer, Ratsfrau Jana Meyer und Gleichstellungsbeauftragte Annelies Muhle. Foto: Hermes

Seit 1981 wird weltweit jedes Jahr der 25. November als „Internationaler Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ begangen. Auch die Gemeinde Visbek möchte – nicht nur an diesem Tag – ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Aus diesem Grund wird das Rathaus vom 25. November bis 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, in den Abendstunden in orange angestrahlt.


Die Aktion unter dem Motto „Orange the World“, die von UN Women ins Leben gerufen wurde, wird von der Organisation Zonta unterstützt . Dabei handelt es sich um einen weltweiten Zusammenschluss berufstätiger Frauen, die sich für eine Verbesserung der rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Lage von Frauen einsetzt. Vor Ort ist der „Zonta Club of Diepholz-Vechta“ mit dem Vorstandsmitglied Susanne Adrian-Kasten aus Visbek aktiv.


Die Frauenärztin gab bei einem Treffen der Visbeker Gleichstellungsbeauftragten Annelies Muhle mit den Visbeker Ratsfrauen und Bürgermeister Gerd Meyer einen eindrucksvollen Einblick in ihr Engagement beim Zonta-Club und berichtete, welche Erfahrungen sie im Berufsalltag mit der Unterdrückung und Bevormundung von Frauen macht.


Bereits vor wenigen Wochen hatten die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus dem Landkreis Vechta mit Blick auf den 25. November den Monat als Aktionsmonat gegen Gewalt an Frauen ausgerufen. Neben verschiedenen Aktionen werden beispielsweise in den Rathäusern Schlüsselanhänger verteilt, die einen schrillen Alarmton auslösen, wenn man sich in Gefahr befindet. Auch im Visbeker Rathaus können Frauen die Schlüsselanhänger gratis erhalten.


„Wir positionieren uns deutlich gegen jegliche Form von Gewalt an Frauen“, sagt Visbeks Gleichstellungsbeauftragte Annelies Muhle. „Wir hoffen, dass wir mit der Verteilung der Schlüsselanhänger Frauen in brenzligen Situationen helfen können. Noch schöner wäre es natürlich, wenn wir diese Schlüsselanhänger gar nicht erst bräuchten. Aber auch wenn die Wahrnehmung von Gewalt an Frauen in der Bevölkerung gestiegen ist, sind wir an diesem Punkt leider noch lange nicht angekommen.“