Betriebsbesichtigung der Fa. Schmidt Visbek mit der "Visbeker Warkstäe för Plattdütsch"
- Gemeinde Visbek
- 12. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Von Marius Muhle
Am Mittwoch, den 10. Juni 2026, organisierte die „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“ eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Schmidt Visbek Fenster GmbH. Rund 20 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, einen spannenden Einblick in die Herstellung von Fenstern und Türen zu erhalten – und das auf Plattdeutsch.
Die Firma Schmidt Visbek ist ein traditionsreiches, familiengeführtes Handwerksunternehmen mit Sitz in Visbek. Seit Jahrzehnten werden hier Fenster und Türen aus Holz, Kunststoff und Aluminium gefertigt – heute mit moderner Technik und einem hohen Qualitätsanspruch.
Zu Beginn der Führung wurde die Holzfertigung besichtigt. Hier konnten die Teilnehmenden den Weg vom angelieferten Rohmaterial bis zum fertigen Produkt nachvollziehen: Kanteln werden zunächst zugeschnitten und maschinell bearbeitet. Der hohe Grad an Automatisierung und die präzise Vorplanung der einzelnen Arbeitsschritte beeindruckten die Besucher besonders. Anschließend werden die Elemente zusammengesetzt, geschliffen und in einer Lackierstraße mehrfach behandelt. Auch das Anfassen und direkte Begutachten der Werkstücke war möglich und wurde rege genutzt.
Im zweiten Teil der Besichtigung ging es in die Kunststoffproduktion. Dort wurde gezeigt, wie aus Rohmaterialien passgenaue Fensterelemente entstehen. Hochautomatisierte Maschinen übernehmen viele Arbeitsschritte und sorgen für eine effiziente und gleichbleibend hohe Qualität.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der „Visbeker Warkstäe för Plattdütsch“ unter Leitung des Plattdeutschbeauftragten der Gemeinde Visbek, Marius Muhle. Ziel der Gruppe ist es, die plattdeutsche Sprache lebendig zu halten und Menschen zusammenzubringen – unabhängig davon, ob sie bereits sicher Platt sprechen oder die Sprache neu kennenlernen möchten.
Passend dazu fand auch während der Betriebsführung immer wieder Austausch auf Plattdeutsch statt. Nach dem offiziellen Rundgang nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, bei einem Getränk zusammenzusitzen und sich in lockerer Atmosphäre weiter auszutauschen.
Die Visbeker Warkstäe för Plattdütsch bedankt sich herzlich bei der Firma Schmidt Visbek für die Möglichkeit der Besichtigung sowie insbesondere bei Stefan Lutzki und Heinz Hermes, die die Führung fachkundig und anschaulich begleiteten.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Tradition und modernes Handwerk zusammenwirken – und wie die plattdeutsche Sprache auch in solchen Formaten ihren festen Platz behalten kann.









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