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Der Schwimmmeister kommt künftig nur noch als Badegast

  • Autorenbild: Gemeinde Visbek
    Gemeinde Visbek
  • 2. Okt.
  • 2 Min. Lesezeit

24 Jahre lange war Guido Kalvelage als Schwimmmeister in Visbek tätig. Er brachte Kindern das Schwimmen bei, er beaufsichtigte den Badebetrieb und er kümmerte sich um die Schwimmbadtechnik – Langeweile kam also nie auf. Nun wurde der Visbeker in den Ruhestand verabschiedet.


In einer Feierstunde in kleinem Kreise würdigte Bürgermeister Gerd Meyer seinen Einsatz für die Gemeinde. Er habe nicht nur zahlreichen Kindern das Schwimmen beigebracht, sondern sei auch während der vielen Bauphasen in den vergangenen Jahren immer im Einsatz gewesen.


Kalvelages Nachfolgerin wird zum 01. Januar 2026 Veronika Bauer. Aktuell ist das Schwimmbad aufgrund der Erneuerung des Hubbodens voraussichtlich noch bis zum Ende des Jahres geschlossen.

Für viele ist Guido Kalvelage das Gesicht des Visbeker Schwimmbads. Seit 2001 arbeitete er in dem Gebäude an der Kirchstraße; zuvor war er 16 Jahre lang in Vechta angestellt, zunächst neun Jahre bei der Toncoole, danach im Hallen-Wellenbad. Während dieser Zeit legte er die Schwimmmeisterprüfung ab.


Dass der 61-Jährige mal Schwimmmeister werden würde, ist ihm vielleicht ein Stück weit in die Wiege gelegt, würden viele sagen, denn sein Vater Ernst Kalvelage war ebenfalls viele Jahre lang Schwimmmeister in Visbek. Doch Guido Kalvelage hatte zunächst andere Pläne. Er erlernte den Beruf des Heizungsbauers, worin er auch kurzzeitig arbeitete. Als er an Diabetes Typ 1 erkrankte, schulte er in den 1980er Jahren in Wildeshausen zum Schwimmmeistergehilfen um.


Neben seiner Leidenschaft für das Schwimmen zog ihn auch das Interesse an der Schwimmbadtechnik in den Beruf, da er dort durch seine vorherige Ausbildung viel Wissen einbringen konnte. „Der Beruf des Heizungsbauers lässt sich gut in die Schwimmbadtechnik integrieren“, sagt er.


Neben dem technischen Know-how gefiel Guido Kalvelage aber vor allem auch der Kontakt zu den Badegästen. Einige kommen mindestens schon so lange regelmäßig zum Schwimmen wie er Schwimmmeister in Visbek ist. „Viele haben feste Zeiten“, sagt er und ergänzt: „Die Badegäste waren immer sehr nett und die Atmosphäre sehr familiär.“


In seinen 24 Jahren hat er außerdem zahlreiche Schwimmkurse gegeben. Und wie vielen Kindern hat er das Schwimmen beigebracht? „Einer ganzen Menge“, sagt er und lacht. Selbst wenn nicht alle auf Anhieb ihr „Seepferdchen“ bekommen haben, habe früher oder später jedes Kind das Abzeichen erreicht.


Auch künftig wird man Guido Kalvelage im Visbeker Schwimmbad antreffen – dann allerdings nicht mehr als Aufsicht am Beckenrand, sondern als Badegast. Denn aktiv zu bleiben, das hat er sich für seinen Ruhestand vorgenommen.


Abschied nach 24 Jahren: Guido Kalvelage (4. von links) wurde von (von links) Bauamtsleiter Frank Wahls, Gleichstellungsbeauftragte Annelies Muhle, Personalratsvorsitzender Christian Erdmann, Bürgermeister Gerd Meyer und Hauptamtsleiter Jörg Reinke verabschiedet. Foto: Ammerich
Abschied nach 24 Jahren: Guido Kalvelage (4. von links) wurde von (von links) Bauamtsleiter Frank Wahls, Gleichstellungsbeauftragte Annelies Muhle, Personalratsvorsitzender Christian Erdmann, Bürgermeister Gerd Meyer und Hauptamtsleiter Jörg Reinke verabschiedet. Foto: Ammerich

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