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Giovanni di Lorenzo wird in Visbek selbst zum Interviewpartner

  • Autorenbild: Gemeinde Visbek
    Gemeinde Visbek
  • 17. Nov.
  • 2 Min. Lesezeit

Giovanni di Lorenzo hat in seinem jahrzehntelangen Berufsleben schon mit vielen bekannten Menschen gesprochen. Sei es als Gastgeber der Talkshow „3nach9“ (seit 1989) oder auch als Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ (seit 2004). Unabhängig von diesen Formaten hat der renommierte Journalist in den vergangenen zehn Jahren Interviews mit vielen bekannten Persönlichkeiten geführt, von denen er einige Gespräche in seinem Buch „Vom Leben und anderen Zumutungen“ veröffentlicht hat.


Mit diesem war er am Donnerstagabend (13. November 2025) auf Einladung des Kulturkreises Visbek zu Gast in der Benedikt-Schule Visbek. Di Lorenzo fesselte die Besucher von Beginn an mit seinen Ausführungen. Er konzentrierte sich dabei auf die Interviews mit dem Sänger Udo Jürgens und dem Bergsteiger Reinhold Messner. Das Interview mit Jürgens bezeichnet er beispielsweise als eines seiner Lieblingsgespräche, obwohl seine Erwartungshaltung zunächst eher negativ gewesen sei.


Im zweiten Teil des Abends wurde di Lorenzo dann selbst zum Interviewten. Dr. Jutta Heyen fungierte als Moderatorin und sprach mit ihm über seine Erfahrungen. Dabei zeigte sich di Lorenzo durchaus selbstkritisch mit Blick auf einige Interviews und bekannte, viel Lehrgeld bezahlt zu haben, da viele seiner Gespräche nichts geworden seien.


Außerdem erfuhren die Zuhörer beispielsweise, dass Interviews mit Helene Fischer und Gerhard Schröder der Autorisierung zum Opfer gefallen seien, dass das Gespräch mit Papst Franziskus besonders beeindruckend gewesen sei und dass er beim ehemaligen lybischen Machthaber Muammar al-Gaddafi durchaus Angst gehabt habe.


Neben Dr. Heyen hatten auch die Besucher die Gelegenheit, Giovanni di Lorenzo Fragen zu stellen, was sie zahlreich taten. Sie erfuhren, dass er mit Blick auf seine Autobiografie eine widersprüchliche Meinung habe, dass Künstliche Intelligenz aus seiner Sicht Fluch und Segen zugleich sei oder dass die Gesellschaft glaubwürdige und qualitativ hochwertige Medien benötige.


Zum Abschluss des Abends wartete der Kulturkreis mit einem besonderen Geschenk auf: Dr. Heyen und Visbeks Kulturbeauftragte Annelies Muhle schenkten dem sichtlich überraschten Journalisten einen selbst gestrickten grauen Schal, der mit Wolle aus dem Geschäft seiner Tante in Rimini gestrickt wurde.


Überraschung geglückt: Annelies Muhle präsentiert Giovanni di Lorenzo den Schal. Links: Dr. Jutta Heyen. Foto: Hermes
Überraschung geglückt: Annelies Muhle präsentiert Giovanni di Lorenzo den Schal. Links: Dr. Jutta Heyen. Foto: Hermes

Bildergalerie: Hermes


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