Jahresrückblick des Bürgermeisters
- Gemeinde Visbek
- 30. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Liebe Visbekerinnen und Visbeker,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
zunächst die gute Nachricht: Visbek ist die steuerkraftstärkste Gemeinde im Landkreis Vechta. Das Gewerbesteueraufkommen betrug im Jahr 2025 16,0 Mio. Euro. Ein großes Dankeschön möchte ich daher an unsere Unternehmen mit ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern richten.
Doch nach der guten Nachricht folgt erfahrungsgemäß die schlechte. Innerhalb von nur fünf Jahren müssen wir ca. 10 Millionen Euro durch Umlageerhöhungen abführen, es werden uns Gelder vorenthalten oder wir werden bei Aufgabenübertragungen nicht auskömmlich finanziert. Dieser Zustand ist nicht nur für die Gemeinde Visbek nicht mehr tragbar, auch der Landkreis Vechta wird für diese Leistungsfähigkeit und Wertschöpfung bestraft. Er erhält im Rahmen des Länder-Finanzausgleichs die niedrigsten Zuweisungen aller niedersächsischen Landkreise. Es wird deutlich: Der kommunale Finanzausgleich ist in fataler Schieflage.
Daher mein Appell: Die Ursachen der Finanzmisere in den Kommunen müssen sofort abgestellt werden – nur das bringt uns aus der Schuldenfalle und die Handlungsfähigkeit zurück, d. h. Konnexität leben – wer bestellt, bezahlt!
Wenn ich meinen Blick abseits der Finanzen auf die Gemeinde Visbek im ablaufenden Jahr richte, kann ich mit großer Freude sagen: Es gibt viele Projekte und Entscheidungen, dank derer ich Visbek auf einem guten Weg in die Zukunft sehe.
Im Schulbereich haben wir mit der Entscheidung zur Erweiterung der Grundschule Rechterfeld und zur Umsetzung des Rechtsanspruchs an der Grundschule Erlte-Hagstedt ein klares Votum für den Erhalt der Schulstandorte getroffen. Im Mai wurde der St. Johanna-Kindergarten eingeweiht, wodurch wir auch in der Kinderbetreuung bestens für die Zukunft gerüstet sind.
Arminia Rechterfeld konnte kürzlich nach knapp einjähriger Bauzeit die neue Sporthalle einweihen, wovon nicht nur der Verein selbst, sondern auch andere Vereine und Bauerschaften hinsichtlich der Freizeitgestaltung profitieren. Ein großes Dankeschön möchte ich in diesem Zusammenhang an Erich und Paul-Heinz Wesjohann richten, die durch ihr finanzielles Engagement den Bau überhaupt erst ermöglicht haben. Paul-Heinz Wesjohann gebührt zudem ein besonderer Dank für seinen fast täglichen Einsatz als „Bauaufsicht“.
Unser anderer großer Sportverein, nämlich Rot-Weiss Visbek, darf ebenfalls auf eine verbesserte Sportstätteninfrastruktur hoffen. Auf der Basis der jüngsten Ratsentscheidung bewirbt sich die Gemeinde um einen Zuschuss für den Ersatzbau des Vereinsheims und die Neugestaltung des Sportplatzes von RWV aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten“. Ohne die Fördergelder, die hoffentlich bewilligt werden, ist eine Umsetzung des Vorhabens nicht möglich.
Sportlich aktiv können die Bürgerinnen und Bürger bald auch wieder in der Visbeker Schwimmhalle werden. Die Sanierung wird in Kürze abgeschlossen und das Bad wird nach den Osterferien wieder eröffnet. Dann glänzt es mit dem neuen Edelstahlbecken, das für die nächsten Jahrzehnte sicherstellt, dass viele Kinder schwimmen lernen und auch Aktivitäten der DLRG oder Angebote wie Wassergymnastik dauerhaft möglich sind.
Weiterhin steht die Fertigstellung des neuen Bauhofs an der Rechterfelder Straße an. Der Standort ermöglicht kurze Wege zu vielen Einsatzorten der Mitarbeitenden. Mit der kommunalen Wärmeplanung und den Planungen für die Kläranlage 2035 haben wir schon jetzt frühzeitig Impulse für die weitere Entwicklung der Gemeinde gesetzt.
Aus meiner Sicht haben wir durch die genannten Projekte und Entscheidungen mittel- und langfristig den Kurs für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde gesetzt.
Auch in gesellschaftlicher Hinsicht ist Visbek auf dem richtigen Weg. Vereine wie Visbek macht und der Kulturkreis Visbek oder Initiativen wie die Selbstgestalter tragen durch ihr größtenteils ehrenamtliches Engagement zu einem tollen Miteinander in der Gemeinde bei. Ein herzliches Dankeschön an alle ehrenamtlich Aktiven in allen Vereinen, Bauerschaften, Organisationen und Gruppen!
Für mich persönlich steht das letzte Jahr als Bürgermeister der Gemeinde Visbek bevor. Dieses werde ich voller Tatendrang und mit viel Einsatzfreude angehen, denn eines steht fest: Ich habe 14 Jahre lang als Bürgermeister alles für „meine“ Gemeinde Visbek gegeben und das werde ich auch im 15. Jahr tun.
Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern einen guten Rutsch und alles Gute für das Jahr 2026!
Herzlichst,
Ihr Bürgermeister
Gerd Meyer









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