• Gemeinde Visbek

Visbek zeichnet verdiente Ehrenamtliche aus


Geballte Power für das Ehrenamt: Die Geehrten versammelten sich zum Gruppenfoto vor dem Rathaus. Foto: Albers

„Für Sie ist es nicht gewöhnlich, im Vordergrund zu stehen. Sonst stehen Sie meistens im Hintergrund.“ Mit diesen Worten richtete sich Festredner Clemens Große Macke am Mittwochabend an die Gäste im Visbeker Ratssaal. Gemeint waren die 50 Ehrenamtlichen, die für ihren unermüdlichen, jahrelangen Einsatz für das Gemeinwohl ausgezeichnet wurden. An diesem Abend standen sie alle im Vordergrund.


Eigentlich sollte Pfarrer Dr. Marc Röbel, Geistlicher Direktor der Kath. Akademie Stapelfeld, die Festrede halten; er musste jedoch krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Clemens Große Macke nahm’s mit Humor, dass er nur als „Notnagel“ gefragt wurde; er war bereits vor drei Jahren Festredner bei der Ehrungsveranstaltung der Gemeinde.


In seinem phasenweise sehr humorvollen Vortrag wurde er aber auch durchaus ernst. „Ich bin hier der Ersatzspieler, aber Sie, Sie sind keine Ersatzspieler. Sie haben aus Visbek etwas gemacht. Das waren nicht der Bürgermeister und nicht die Unternehmen, sondern die Menschen“, lobte der langjährige Landtagsabgeordnete den Einsatz der Ehrenamtlichen. Er appellierte, dass sich die Menschen wieder mehr für eine Sache einsetzen sollten, anstatt nur gegen etwas zu sein. „Heute ist es schick, sich gegen etwas einzusetzen. Aber sich für etwas einzusetzen?“ Das sei eher selten geworden, aber nicht minder wichtig.

Materiell sei das Oldenburger Münsterland zwar reich, aber der Gesellschaft gehe es nur gut, wenn sich die Menschen füreinander einsetzen. Sein Appell kam bei den Gästen sehr gut an; sie honorierten die Rede mit langanhaltendem Applaus.


Musikalisch begleitet wurde der Abend von Stefanie Büschelmann, Jana Meyer und Tina Niemann an der Querflöte. Bürgermeister Gerd Meyer sowie seine Stellvertreter Thomas Freese, Antonius Mönnig und André Hüttemeyer ehrten folgende Personen:


Bernhard Varnhorn ist die „gute Seele“ im Haus St. Benedikt Visbek. Er ist fast täglich da und hat ein offenes Ohr für die Bewohner.

Jürgen Fangmann ist seit mehr als 25 Jahren in verschiedenen Funktionen bei RW Visbek und beim Tennisverein Visbek aktiv.

Brigitte Fangmann ist seit 14 Jahren zweite Vorsitzende und Kassenwartin des Tennisvereins Visbek.

Harald Fangmann übt seit 1968 mehrere Funktionen bei RW Visbek aus. Zum Beispiel war er mehrere Jahre Jugendleiter und -trainer, Fußballobmann und Geschäftsführer sowie seit 40 Jahren Schiedsrichter.

Radwandergruppe Visbek: Für ihren Einsatz für die Radwandergruppe Visbek wurden Bernd und Maria Lammers, Aloys und Elisabeth Westerhoff sowie Ernst und Agnes Kalvelage ausgezeichnet. 25 Jahre lang haben sie die Gruppe geleitet und die monatlichen Touren vorbereitet.

Claudia Tölle hat vor etwa 20 Jahren den Kinderchor St. Antonius Rechterfeld gegründet, den sie seitdem leitet.

Gertrud Wehry setzt sich seit 31 Jahren für den Schützenverein St. Hubertus Visbek ein und kümmert sich um das Wohl der Gäste bei Veranstaltungen in der Schießhalle.

Peter Westerhoff und Georg Westerhoff kümmern sich seit vielen Jahren um den reibungslosen Ablauf beim Volksfest „Pfingsten bei den Tannen“, unter anderem um den Aufbau, die Einteilung der Helfer und den Abbau.

St.-Benedikt-Bücherei Visbek: Stellvertretend für das gesamte Team wurden Maria Scholz, Verena Scholz und Marlene Nienaber geehrt. Sie engagieren sich seit Jahrzehnten für die Bücherei.

Visbeker Tafel: Hilde Schwarzer, Christa Koops, Martina Stukenborg, Adelheid von Buchholz, Hedwig Pundt, Theodora Schilmöller, Waltraud Schnieders, Ingrid Feldhaus, Margret Tapken, Ludgerda Nordmann und Petra Schaumlöffel versorgen bei der Tafel seit über zehn Jahren bedürftige Menschen mit Lebensmitteln.

Ernst Bruns ist seit fast 40 Jahren Hundeobmann im Hegering Visbek und kümmert sich unter anderem um die Organisation der hegeringsinternen Ausbildung von Jagdhunden.

Werner Hermes ist seit 1993 Bläserobmann der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Visbek und gestaltet beispielsweise die Hubertusmesse mit.

Bernhard Marischen übt seit mehr als 27 Jahren den Lektorendienst in der Kirchengemeinde St. Vitus Visbek aus und organisiert seit mehr als 25 Jahren die Wallfahrt nach Lage mit. Zudem gehörte er mehr als 21 Jahre dem Vorstand der SG Teutonia Erlte an.

Werner Böttcher engagiert sich intensiv für die Malawi-Hilfe. In Kürze fliegt er bereits zum 16. Mal in das afrikanische Land, um Hilfsgüter zu verteilen.

Theatergruppe der Kolpingsfamilie Visbek: Rita Krause, Hans Scheele, Henning Thölke, Anita und Gerd Kröger, Manfred Warnke, Joachim Osterkamp, Loretta Schlömer, Michael Dübel und Bernd Hake wurden für ihren Einsatz in der Theatergruppe ausgezeichnet. Jede Saison spendet die Gruppe etwa 3000 Euro für soziale Projekte.

Manuela Frilling ist seit mehr als 30 Jahren in der Volleyballabteilung von Arminia Rechterfeld aktiv.

Herbert Hermes kümmert sich seit 14 Jahren um die Finanzen von Arminia Rechterfeld.

Kulturkreis Visbek: Annelies Muhle, Hans Bernd Hermes, Agnes und Willibald Gelhaus, Gertrud und Hans Kühling sowie Ilse und Heinz Hogeback sorgen seit 2005 dafür, dass sich die Besucher der Kulturkreis-Veranstaltungen rundum wohl fühlen. Dadurch haben sie erheblich dazu beigetragen, dass der Kulturkreis weit über die Grenzen Visbeks hinaus bekannt geworden ist.

Kleiderkammer Visbek: Christa Kalvelage, Agnes Macke, Elisabeth Bramlage, Maria Langfermann, Elisabeth Gerdes, Maria große Siemer, Ilse Schulz und Elisabeth Bockhorst arbeiten seit mehr als zehn Jahren in der Kleiderkammer Visbek, die seit 1995 besteht. Die Verkaufserlöse werden jährlich für verschiedene Projekte gespendet.


Im Vorfeld der Ehrungsveranstaltung enthüllte Bürgermeister Gerd Meyer gemeinsam mit dem Koordinator der 1200-Jahr-Feier Visbek Friedel Kühling eine Jubiläumsstele vor dem Rathaus. Sie ist die dritte von insgesamt vier Installationen, die anlässlich des Jubiläumsjahres in der Gemeinde aufgestellt werden. Die ersten beiden stehen bei der Emmaus-Kirche und bei der St.-Vitus-Kirche, die vierte wird bei der St.-Antonius-Kirche in Rechterfeld aufgestellt.


Alle Fotos: Albers


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